„… Woran erkennt man, dass die Spies­serin eine Gali­ons­figur unserer Zeit ist(?) …“

 

… oder: You make my day …

 

Und wo begegnet man ihr? Das stärkste Indiz ist die für unsere Gegen­wart typi­sche Ineins­set­zung von öffent­li­chem und privatem Raum. Weil die Spies­serin ihr Wohn­zimmer liebt und die Aussen­welt fürchtet, erklärt sie letz­tere zu ersterem und ihre Mitmen­schen zu Möbel­stü­cken. In den Stadt­park bringt sie ihre Boombox mit und dreht ihre Lieb­lings­songs auf, wie sie es auch zu Hause zu tun pflegt. In Fern­zügen streift sie die Schuhe ab, legt die feuchten, bunt­be­sockten Füsse hoch und diktiert ihre Lebens­ge­schichte als Epos ins Telefon. Nebenbei teilt sie einen damp­fenden Döner mit ihren Mitrei­senden, zumin­dest olfak­to­risch. Die Atmungs­ap­pa­rate der unmit­tel­baren Neben­sit­ze­rinnen dienen ihr als Dunst­abzug.

 

Zu diesem gut erkannten Welt-Spiessertum hier mehr …

 

 

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