Wie die Politik die Universitäten zerstörte …


Wer stoppt den „Kultur“ werdenden Wahnsinn(!?):


… An Deutschlands Hochschulen ereignet sich eine Kulturrevolution, und auf den ersten Blick ist es keine, die zu Hoffnungen Anlass gibt: Ob in Tübingen, Köln, München oder Chemnitz, Professoren finden keine Hiwis mehr, Studentencafés müssen früher schließen, weil ihnen die Barkeeper ausgehen, Hochschulgruppen aller Parteien stemmen sich gegen die Selbstauflösung. »Labil« seien die Jungakademiker, »teilnahmslos« und »immer unpolitischer« – so lauteten die Schlagzeilen von Focus bis Tagesspiegel, als Konstanzer Hochschulforscher kürzlich vermeldeten, dass sich nie zuvor so wenige Studenten für Politik interessiert hätten wie heute: nur noch 37 Prozent. Materialismus, Fachidiotie und Karrieredenken träten an die Stelle des freien Geistes, klagen Querdenker wie der Berliner Politikwissenschaftler Peter Grottian: »Der Bachelor macht dumm!« …

Aus: DIE ZEIT, 23.04.2009