„… Wer die Frage auf «Überleben oder Aussterben», auf «Sein oder Nichtsein» reduziere, werde ihr nicht gerecht. …“

 

Die Frage laute vielmehr: «Wie sein» angesichts dessen, dass sich unsere Lebenszusammenhänge gewaltig verändern werden.

Sehr geehrte Frau Bleisch, sind Sie sich dessen wirklich so sicher? Sollten wir nicht vor der Rhetorik die Fakten klären? 

Unbestreitbar werden die Treibhausgasimmissionen jährlich grösser. Entsprechend ist eine Beschleunigung der Erderwärmung zu erwarten und auch zu beobachten. Dazu hier ein Bericht der angesehenen BBC, den ich so in der hiesigen Presse nicht gesehen habe: https://www.bbc.com/news/science-environment-49773869.

Alle Voraussagen des IPCC und der orthodoxen Wissenschaft zur Erderwärmung waren viel zu optimistisch, wie dem ebenfalls angesehenen Scientific American zu entnehmen ist:

https://blogs.scientificamerican.com/observations/scientists-have-been-underestimating-the-pace-of-climate-change/. Man kann auch sagen, dass wir bewusst angelogen wurden.

Nicht nur hat der diesjährige Sommer weltweit fast 400 Temperaturrekorde gebrochen  https://www.bbc.com/news/science-environment-49753680), auch dieser September war der heisseste je gemessene: https://www.washingtonpost.com/weather/2019/10/04/earth-just-experienced-its-hottest-september-heads-record-books/.

Der auftauende Permafrost und die wärmeren Böden setzen CO2 frei und und vor allem das dreissigfach potentere Methan, welches seit wenigen Jahren stark ansteigt:

https://www.sciencedaily.com/releases/2014/03/140327111724.htm

https://www.washingtonpost.com/graphics/2018/national/arctic-lakes-are-bubbling-and-hissing-with-dangerous-greenhouse-gases/

https://edition.cnn.com/2019/10/12/us/arctic-methane-gas-flare-trnd/index.html

Das alles ist keine apokalyptische Rhetorik, sondern es sind verifizierbare Fakten, aus denen eine weitere und selbstverstärkende Beschleunigung der Temperaturerhöhung zu erwarten ist. Die Frage ist nur noch, wie rasant die Beschleunigung gehen werde: Vor einigen Jahren hat man noch von einem Mehrgenerationenproblem gesprochen. Neuerdings sah es eher so aus, wie wenn es ein Problem von wenigen Jahrzehnten bzw. einer Generation werden könnte. Wenn allerdings die Selbstverstärkung durch Methanfreisetzung jetzt im Ernst anspringt, wie es eigentlich zu erwarten ist, so kann das Ende auch eine Frage von Jahren oder sogar von nur Monaten werden, wie die sehr gut informierte Catherine Ingram hier darlegt:
https://www.catherineingram.com/facingextinction/

Was das alles – auch philosophisch oder theologisch  – heissen könnte habe ich hier zusammenzufassen versucht: https://lukasfierz.blogspot.com/2019/07/und-was-wenn-wir-uns-nicht-retten-konnen.html.

Wenn Sie das jetzt als apokalyptische Rhetorik abtun, so muss ich einwenden, dass ich diesen Essay vier renommierten Klimawissenschaftlern vorgelegt habe, niemand hatte Einwände. Der Deutsche Klimapapst Prof. John Schellnhuber schrieb mir dazu: «Dein Zorn und Deine Verzweiflung sind wissenschaftlich leider nicht von der Hand zu weisen». Er hat mir schon vor über zwei Jahren gesagt, dass er keinen Ausweg aus dieser Falle mehr sehe.

Und in dieser Sachlage wäre jetzt wirklich die Sternstunde der Philosophin bzw. der Theologin gefragt und gefordert.

Mit freundlichen Grüssen

Lukas Fierz, Alt-Nationalrat, Bern, Schweiz

 

Warum kann Dr. Fierz das in der „hiesigen Presse” leider nicht sehen(!?):

Schweizer Medien: Das Transatlantik-Netzwerk”,

Medien in Deutschland: Das Transatlantik-Netzwerk

 

 

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