„Unzu­rei­chend, aber unent­behr­lich. Die WHO und die Geschichte der globalen Gesund­heit …“

 

Kurz gesagt trifft die post­ko­lo­niale Kritik, wie sie für west­liche Erzäh­lungen von Fort­schritt und Moder­nität formu­liert wurde und diese als „gleich­zeitig unver­zichtbar und unzu­läng­lich“ (D. Chakrabarty) analy­siert, auch auf die WHO, ihre Mängel und ihre Notwen­dig­keit, zu.

Während wir die Pandemie erleben und darauf warten, dass die wirt­schaft­liche Situa­tion eine Neuerfin­dung der globalen Gesund­heit ermög­licht, dürfen wir zumin­dest hoffen, dass die Mitglieder der Euro­päi­schen Union aus ihren eigenen Unzu­läng­lich­keiten sowie aus ihrer mangelnden Koor­di­na­tion den Schluss ziehen, in eben­diese WHO zu inves­tieren. Andern­falls sollten wir besser aufhören, uns darüber zu beklagen, dass China, die führende Wirt­schafts­macht der Welt und der zweit­größte Beitrags­zahler der WHO, seine Rolle in der WHO als Solist spielt.

Claire Beau­devin, Jean-Paul Gaudil­lière, Chris­toph Grad­mann, Anne Lovel, and Laurent Pordie, eds. Global health and the new world order: histo­rical and anthro­po­lo­gical approa­ches to a chan­ging regime of gover­nance. Manchester: Manchester Univer­sity Press 2020.

 

Siehe auch: „Welt­ge­sund­heits­po­litik zwischen Panik und Verdrän­gung” …,

… „… Mein China …

 

 

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