„… Und genau dies ist der Job der Unternehmen der deutschen und europäischen Rüstungsindustrie. …“

 

Immer neue Märkte, neue Nachfragen für die eigenen, durch Werbung oft überbewertet angebotenen Produkte sowie neue Verbraucher werden gesucht. Diese unentwegte Expansion der Märkte sorgt für Verschwendung und Überfluss und damit für eine unverantwortliche Belastung der Umwelt. Die unmoralischste aller Nachfragen ist die nach Waffen. Noch unmoralischer und im Widerspruch zu den ethischen Werten der westlichen Zivilisation stehend ist die Bereitstellung von Angeboten, um diese Sucht, anderen Menschen Schaden und Leid zuzufügen, zu befriedigen. Und genau dies ist der Job der Unternehmen der deutschen und europäischen Rüstungsindustrie. Als seien die Aufklärung und die humanistischen Ideen der bürgerlichen Revolutionen in Europa spurlos an ihnen vorbei gegangen. Als gelten die Normen unserer Zivilisation für sie nicht.

Rüstungswachstum

Solange die Rüstungsindustrie ihre tod- und leidbringenden Produkte ungestraft auf Messen im In- und Ausland präsentieren darf und solange selbst Politiker diese Produkte bestaunen, solange ist unser gesamtes demokratisches Modell nicht tauglich, in der Tradition der Aufklärung zu stehen. Unter diesen Bedingungen haben wir leider nur eine Fassadendemokratie, die nach innen wirkt, jedoch nicht nach außen. Waffen und Kriegsgerät in andere Regionen dieser Welt zu exportieren – dies ist in höchstem Grade inhuman. Als seien die Menschen in anderen Regionen weniger wert als bei uns. Das entspricht nicht dem humanistischen Weltbild.

(Hervorhebung G.Thr.)

 

 

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