„Unabhängige Journalisten ausgesperrt“

 

Zugang zu Informationen über die Schlacht um Mossul haben lediglich streng ausgewählte Journalisten, die in günstigen Momenten «eingebettet» herumgeführt werden. Einer davon war NYT-Photograf Ivor Prickett, der vor einigen Tagen begleitet einige Strassen des eroberten Ost-Teils von Mossul besuchen konnte. Diplomatisch berichtete er: «Obwohl irakische Streitkräfte und die alliierten Luftangriffe versuchten, zivile Opfer möglichst zu vermeiden, ist nicht zu übersehen, dass heftige Kämpfe in einer dicht bevölkerten Stadt stattgefunden haben.»

Bilder von Kriegsgräueln sollen möglichst nie wieder in US-Wohnzimmern zu sehen sein, wie dies noch während des Vietnam-Kriegs der Fall war. Ronald L. Haeberle, der in Vietnam das Massaker von My Lai fotografieren konnte («Die Leute konnten sich nicht vorstellen, dass die US-Soldaten solche Verbrechen begangen haben»), erklärte vor vier Jahren in der NZZ: «Seit dem ersten Golfkrieg ist es undenkbar, dass Kriegsjournalisten nicht genehmigte Aufnahmen veröffentlichen, ganz zu schweigen, dass jemand seine Kamera sozusagen am US-Militär vorbei benutzen kann.»

 
 

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