„… Trojanische Pferde unserer Zeit. …“

 

In der digitalen Welt entsteht eine andere Art von Denken, das naiv entweder mit der menschlichen Vernunft gleichgesetzt oder aber als ihr überlegen angesehen wird. Der Philosoph Kaeser besteht darauf, zuerst einmal die menschliche Vernunft in ihrer Wirkungsweise und ihren Grenzen zu verstehen, um von dort aus zu einer realistischen Einschätzung der sogenannten künstlichen Intelligenz zu kommen. Geschieht dies nicht, verliert der Mensch die Fähigkeit, Wissen zu bewerten und zu gewichten.

An verschiedenen Stellen kommt die Hauptsorge von Eduard Kaeser zum Ausdruck: Dass der Mensch zu sehr von „künstlicher Intelligenz“ und ihren Begleiterscheinungen geblendet wird und darüber die Fähigkeit des kritischen Denkens und Urteilens verliert. Damit befindet er sich auf dem Weg zu einer neuen selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Eduard Kaeser: Trojanische Pferde unserer Zeit. Kritische Essays zur Digitalisierung. Basel: Schwabe Verlag, 2018, Schwabe reflexe 55, 224 Seiten.

 

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