Staatlicher Kindesmissbrauch – wie gehabt …

 

Militarisierung setzt dabei be­sonders bei Kindern und Ju­gendlichen an, denn Minderjäh­rige sind die ideale Zielgruppe, um Menschen früh ans Militär zu binden, um mehr Militärbe­fürworter_innen an der Heimat­front zu haben und um potenti­elle Soldatinnen und Soldaten rekrutieren zu können.

Kritisiert wird insbesondere die bei dieser Gelegenheit von den Personalwerbern der Truppe betriebene Rekrutierung von Minderjährigen. Erst im vergangenen Jahr machte die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner“ (DFG/VK) öffentlich, dass Soldaten die Veranstaltung nutzten, um Kinder mit Maschinenpistolen und Schnellfeuergewehren „spielen“ zu lassen. Zwar wurde der Vorgang im Nachhinein vom Bundesverteidigungsministerium als „eindeutiger Verstoß gegen bestehende Vorschriften“ gerügt [11] – tiefgreifende Konsequenzen blieben indes aus. So bewirbt etwa der Fliegerhorst Diepholz (Niedersachsen) den diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ mit der Aussage, es werde „Technik, Action, Karriere und Spaß für die ganze Familie“ geboten. Die „kleinen Besucher“ erwarte eigens ein „XXL-Kinderflugplatz mit Tretmodellen“, heißt es: „Für alle Nachwuchspiloten, die schon heute davon träumen, später einmal in einem richtigen Jet zu sitzen, bietet eine Mini-Phantom die Möglichkeit zum Probesitzen.“[12]

(Alles und die Anmerkungen im Originaltext, -link; G.Thr.)

 
 

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