„… Sozial benachteiligte Kinder brauchen exzellente Lehrpersonen …“

 

… oder: Digitalisierung allein macht total dumm …

 

Entscheidend für den Lernfortschritt dieser Kinder und Jugendlichen sind nicht die äusseren Strukturen. Das zeigen viele Studien. Darum überrascht der blinde Strukturglaube vieler Bildungsfunktionäre und mancher Bildungspolitiker. Schulqualität erreicht man vor allem im Unsichtbaren. Dazu zählt die Interaktion zwischen der Lehrerin und ihren Kindern, zwischen Schüler und Lehrer. Wirkungsreich sind eben verdeckte Grössen oder Tiefenstruktur-Merkmale, wie sie der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie nennt. Besonders lernförderlich ist ein Unterricht, in dem die Schülerinnen und Schüler ein positives, fehlerfreundliches Schulklima und ein gutes soziales Miteinander vorfinden. Sie ergeben sich aus unsichtbaren personalen Faktoren wie Glaubwürdigkeit der Lehrperson und verstehender Zuwendung, aus hohen Erwartungen und Ermutigung, aus Vertrauen und Zutrauen.

Vor allem jüngere Kinder und solche mit schwierigerem sozialem Hintergrund benötigen Lehrer, die ihnen Sicherheit geben und ein „Geländer“ für basale wie für anspruchsvollere Lernaufgaben vermitteln. Offener Unterricht und die Dominanz des heutigen selbstgesteuerten und eigenverantworteten Lernens helfen ihnen wenig. Auch das zeigt die Forschung.

Hoher Effektwert gemeinsam definierter Ziele vor Ort

Kinder und Jugendliche brauchen klare Ziele, strukturierte Lernumgebungen, lernförderliche, persönliche Feedbacks, Phasen des bewussten Übens und eine intensive Lehrer-Schüler-Beziehung. Darin sind sich die meisten Lernforscher einig. Diese Eckwerte bilden den Kern von Schule und Unterricht. Es ist das pädagogische Dreieck zwischen Lehrperson, Schülerin und Schüler und Unterrichtsinhalt.

 

 

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