Rückfall hinter den West-, Ost-, Was-weiss-ich-Wall, oder …

 

Lippische Landes-Zeitung , 28.07.2018 :

Leserbriefe / Unkritische Sicht

Zu „Kalter Fels heiß diskutiert. Laien und Wissenschaftler streiten um die Externsteine“, LZ vom 24. Juli.

Da meint der „freie Forscher“ Koneckis-Bienas sich wieder einmal in Stellung gegen die dem „Zeitgeist“ unterworfene Wissenschaft bringen und „unbescheiden“ auf sein 2015 in Buchform erschienenes „Forschungsabenteuer“ hinweisen zu müssen. Er sei ohne „weltanschauliche Bindung“, sagt er von sich selbst.

Das klingt gut, aber auf den zweiten Blick wird deutlich, dass er letztlich ein unkritischer Anhänger des völkisch-nationalsozialistischen „Germanenforschers“ Wilhelm Teudt ist. Auch dieser wetterte in den 1920er Jahren gegen den „Zeitgeist“ und die „verbeamtete Wissenschaft“, um kurz nach 1933 Berufsverbot für jene zu fordern, die seinen Thesen einer „germanischen Hochkultur“ nicht bedenkenlos folgen wollten.

Dem „freien Forscher“ Koneckis-Bienas fällt eine Abgrenzung und ein differenzierter Blick auf Teudt und die ideologisch motivierten Grabungen durch Julius Andree 1934 /35, die letztlich ein Desaster waren und nicht einmal ordentlich dokumentiert wurden, schwer. Gerade solche Wahrheiten aber verschweigt der „freie Forscher“ gern, erwartet aber dennoch von der Wissenschaft ernst genommen zu werden.

Jürgen Hartmann, Nordhorn

______________________________________________________

Arbeitskreis wider die völkischen Schwarmgeister an den Externsteinen, 26.05.2014:

Pressemitteilung zur 48. Vortragstagung des „Forschungskreis Externsteine“ in der Horner Burgscheune: „Völkische Phantasien, leicht verschleiert“

( … ) Auch Kontakte der für dieses Jahr angekündigten Referenten in dem Bereich des Neonazismus finden sich wieder. So referierte der gleich mit zwei Beiträgen angekündigte Ralf Koneckis in 2009 auf der Tagung des „Freundeskreis Ulrich von Hutten“. Bei dieser Tagung handelt es sich um eine der wichtigsten regelmäßigen Seminare des Neonazismus. Hier kommen Alt- und Neonazis zusammen und verherrlichen den Nationalsozialismus. In 2009 stand die „Hohe Schule für Politik“, so die Eigenbezeichnung des Treffens, unter dem Leitsatz „7.000 Jahre Geschichte des Deutschen Volkes – unser Vermächtnis für die Zukunft“.

Neben Koneckis, welcher mit dem Thema „7.000 Jahre: Himmelskunde Alteuropas“ angekündigt war, standen zum Beispiel der ehemalige SS-Untersturmführer und Mitglied der „SS-Leibstandarte Adolf Hitler“ Herbert Schweiger, die „graue Eminenz der deutsch-österreichischen Neonazi-Szene“ mit einem „Blick in die Zukunft“ auf dem Programm. Die „jüngere Generation“ repräsentierte Wolfram Nahrath, dieser war zum Zeitpunkt des Verbots der neonazistischen „Wiking-Jugend“ 1994 deren Vorsitzender. Nahrath war mit dem Beitrag „Der erste deutsche Freiheitskampf Armins“ angekündigt. ( … )

28./29.07.2018

(Alles zitiert nach  hiergeblieben.de  )

 

 

© 2018, ICH-Biographieberatung. All rights reserved.


 
 
 

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.