Politische Augenwischerei …

 

… zum Zwecke der offenbaren Kriegstreiberei(!?) …

 

Mutig wäre ein politischer Realismus, der anerkennt, dass Menschen sich auf den Weg machen und warum. Und dass diese Menschen auch ankommen und dann aufgenommen – in einem positiven Sinne integriert werden müssen.

So führte Domenico Lucano, der Bürgermeister der kalabrischen Kleinstadt Riace, im August 2018 einen Hungerstreik durch, um gegen die Streichung von Fördermittel für die Aufnahme von Migrant*innen zu protestieren. Seit 1998 entwickelte sich die kleine Stadt zu einem kreativen und menschlichen Vorzeigeprojekt für Migrationspolitik, in der nicht auf Isolation der neuen Miteinwohner*innen gesetzt wird, sondern auf eine starke Einbindung, gemeinsames Arbeiten und die Nutzung kollektiver Räume für ein Zusammenrücken im Alltag.

Die überschaubaren Kosten einer solchen Politik sollen nun eingespart werden. Demgegenüber beziffert die EU die Gesamtkosten für die personelle und materielle Aufstockung von Frontex für den Zeitraum 2019-2020 mit 1,3 Milliarden Euro – und mit 11,3 Milliarden für den Zeitraum 2012-2027. Die Gewinner dieser herrschenden Sicherheitsideologie sind die Sicherheitsindustrie, die Überwachungsapparate – und die populistischen Parteien, denen die EU doch sonst auch bei jeder Gelegenheit den Kampf ansagt.

 

Siehe auch: „Fluchtursachen bekämpfen: Theorie und Praxis der Bundesregierung

 

 

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