„… ob er dieses gegen den außergewöhnlichen Widerstand der US-Eliten, auch wirklich wird ins Werk setzen können. …“

 

Den Djihadismus zu beenden würde bedeuten den gemeinsamen Plan Washingtons und Londons, den erweiterten Mittleren Orient umzumodellieren um dort überall die Moslem-Brüder an die Macht zu bringen, aufzugeben. Das hieße anzuerkennen, dass der „arabische Frühling“ nichts anderes war, als die Neuauflage der „arabischen Revolte“ 1916 von CIA und MI6. Das würde das Vereinigte Königreich zwingen, eine Karte aufzugeben, welches es seit einem Jahrhundert geduldig konstruiert; Saudi-Arabien die weltweite arabische Liga nieder zu reißen, welche seit 1962 die Djihadisten koordiniert; Frankreich von seinem Fantasmus eines neuen Mandates in Syrien abzulassen; und die Türkei damit aufzuhören Pate ihrer politischen Organisationen zu sein. Es handelt sich also wahrscheinlich nicht allein um eine US-Entscheidung, sondern es werden mindestens vier weitere Staaten mit einbezogen.

Trotz des Anscheins, geht diese Entscheidung weit über Syrien hinaus. Sie führt uns zum möglichen Ende angelsächsischer Macht-Politik und ihren überabzählbaren Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen. Es handelt sich in der Tat um das Wahlprogramm Donald Trumps, aber niemand weiß bis jetzt, ob er dieses gegen den außergewöhnlichen Widerstand der US-Eliten, auch wirklich wird ins Werk setzen können.

 

Siehe auch: Ein gestriges Gespräch ‚unter Freunden’ vor dem heutigen zwischen Merkel und Trump …  (12 Seiten-PDF)

… und: „Was würde passieren, wenn Washington auf den Dschihad verzichtet?

 

 

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