Nibelungen und Römer — enthornt …

 

Savoini, der „umjubelte Gast“, ist außenpolitischer Berater von Italiens Innenminister Matteo Salvini.

Anschließend wurde in Augustdorf im Landkreis Lippe ein „Europamanifest“ unterzeichnet, über dessen Inhalt bisher nichts bekannt ist. Im Mai 2019 sind Europawahlen, die Parteien suchen bereits den engen Austausch. Aber warum solch große Gesten bei einem kleinen, sehr abgeschotteten Treffen im entlegenen Ostwestfalen? Der Event wirft Fragen auf.

Historischer „Hermannsland“-Mythos

Das Thema des Tages hieß offiziell: Das wahre Europa. Savoini sei demnach auch auf die „germanischen Wurzeln Europas“ eingegangen, berichtet der Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Alexander Tassis begeistert bei Facebook. Die Auftaktrede im Saal hielt dem „Westfalen-Blatt“ zufolge der AfD-Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen Thomas Röckemann. Er sagte Sätze wie: „In Artikel 20 Grundgesetz heißt es ‚Alle Staatsgewalt geht vom Volke‘ aus. Wenn Grünen-Chef Robert Habeck sagt, dass es kein Volk gibt, von wem geht dann die Staatsgewalt aus?“

AfD-Rechtsaußen Björn Höcke wolle diesmal keine „Bierzeltrede“ halten.  Der ehemalige Geschichtslehrer skizzierte seine Vorstellungen vom modernen Europa, suchte aber wie gewohnt den Bezug zum historischen Mythos des „Hermannslands“. Schon die NPD hatte den Sieger der Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr., Arminius (Hermann), als urdeutschen Befreier gefeiert. Der Anführer der germanischen Stämme hatte dem römischen Imperium mit dem Sieg gegen drei Legionen eine entscheidende Niederlage beigebracht.

 

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