„‚Nationalsozialistischer Untergrund‘ – Aufklärung oder Feigenblatt?“

 

– Dienstag, 13. Februar 2018 um 19.30 Uhr –

Vortrag: „Nationalsozialistischer Untergrund“ – Aufklärung oder Feigenblatt?

www.nrw.nsu-watch.info

www.nsu-watch.info

Veranstaltungsort:

Fla Fla
Diebrocker Straße 2
32051 Herford

www.facebook.com/FlaFlaHerford

– Vortrag zur Arbeit und Ergebnissen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum „NSU“ in Nordrhein-Westfalen, dem aktuellen Stand des NSU-Prozesses in München und Informationen zu den Aktionen am Tag der Urteilsverkündung am Oberlandesgericht München

Am 6. April 2017, dem 11. Jahrestag der Ermordung von Mehmet Kubaşık, der im April 2006 mutmaßlich vom „NSU“ in seinem Ladengeschäft in der Dortmunder Nordstadt erschossen wurde, legte der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Landtag von NRW seinen Abschlussbericht vor.

Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 16/14400: „Schlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses III“; Datum des Originals: 31.03.2017 (1.150 Seiten).

Kurze zweieinhalb Jahre hatten sich die Ausschussmitglieder der Landtagsfraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und Piratenpartei Zeit genommen. Sie befragten Zeuginnen und Zeugen sowie Expertinnen und Experten, hatten Neonazis geladen und den Verfassungsschutz um Aussagen und Akten gebeten.

Doch was ist aus dem Plan geworden, Aufklärung über ein „mögliches Fehlverhalten nordrhein-westfälischer Sicherheits- und Justizbehörden“ mitsamt der dafür politisch Verantwortlichen und der zuständigen Behörden zu leisten?

Was hat der Ausschuss herausgefunden über die Ermittlungen zum Mord an Mehmet Kubaşık, zu den Sprengstoffanschlägen in der Kölner Probsteigasse und Keupstraße, zum bislang ungeklärten Tod des V-Mannes „Corelli“, zum Mord an zwei Polizisten und einer Polizistin durch den Neonazi Michael Berger, zu rechten Netzwerken in NRW, und zuletzt auch zum Anschlag vom Düsseldorfer S-Bahnhof „Wehrhahn“?

Was bleibt also am Ende von der Forderung der Angehörigen und Überlebenden der Morde und Anschläge des „NSU“: Warum war es möglich, dass der NSU über Jahre morden und brandstiften konnte?

Nicht zuletzt wollen wir auch über den aktuellen Stand im NSU-Prozess in München sprechen. Wann ist mit einem Urteil zu rechnen? Was ist übrig geblieben vom „Aufklärungsversprechen“, das die Bundespolitik 2012 den Betroffenen gegeben hat?

Die Referentin ist aktiv bei der Initiative „NSU-Watch NRW“.

Veranstaltung von „Antifa Tresens Herford“: www.facebook.com/AntifaTresen

 

(Alles zitiert von hiergeblieben.deHervorhebung G.Thr.)

 

 

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