„Nationalismus heißt Krieg.“

 

… oder: 75 Jahre nach Stalingrad – dem damaligen Leiden heute Sinn geben

 

… wir sollten uns immer daran erinnern, was der französische Präsident Francois Mitterrand 1995 bei seinem Abschiedsbesuch des europäischen Parlaments gesagt hatte: Die Geister des nationalistischen Eifers, die Europas blutgetränkte Geschichte durchzogen, seien nicht endgültig verjagt. Und als Mahnung hatte der große Mann, der das Jahrhundert der Kriege miterlebt hatte, ergänzt: „Nationalismus heißt Krieg.”

Der Traum eines geeinten Europa mit mehr als 500 Millionen Menschen, ohne Binnengrenzen, verbunden durch eine Währung-den Euro-, mit einem gemeinsamen Markt, mit Wohlstand für alle Völker, abgesichert durch die NATO, was vor allem Polen und die baltischen Länder freut und sicher macht, friedfertig, ökonomisch stark, mit einer kulturellen Vielfalt, die einzigartig ist in der Welt, demokratisch und sozial, dieser Traum darf nicht zum Albtraum werden, der Brexit, der auf einer Lüge aufgebaut worden ist, darf nicht zum Vorbild anderer werden. Europa ist zu schön, um es Nationalisten zu überlassen.

Quelle: William Drozdiak: Der Zerfall. Europas Krisen und das Schicksal des Westens. Orell Füssli Verlag. Zürich 2017.

 

Zu „Nationalismus” hier mehr …

Zum überall drohenden Ethnonationalismus hier mehr …

Siehe auch: „Wie man neue Kriege vorbereitet – ARTE und Stalingrad

 

 

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