„Lieber tot als rot: Gewerkschaften und Militär in Deutschland seit 1914“

 

… oder: Siehst Du die Schleimspur …

 

Autor Malte Meyer geht darin zwei Thesen nach: Einmal, dass die Gewerkschaften – und damit meint er stets ihre Funktionseliten – spätestens seit 1914 in Konfliktfällen stets „das Bündnis mit Staat, Militär und Rüstungsindustrie ebenso regelmäßig wie wenig zufällig der Treue zu ihren sozialistischen Programmen vorzogen“ (S. 9f.) Dies wird von Meyer in seinem Buch überzeugend und materialreich belegt und zwar anhand von elf Kapiteln, die sich mit dem Verhältnis zwischen Gewerkschaft, Staat und Militär in ausgewählten Fragen der (west-)deutschen Geschichte beschäftigen (es gibt zwar auch ein Kapitel, das sich um die DDR dreht, das ist aber – wie der Autor selbst einräumt – notgedrungen etwas kursorisch).

Darauf aufbauend entwickelt Meyer eine zweite spannende These, nämlich dass die Gewerkschaften nicht nur kein Teil der Friedensbewegung seien, sondern eine ihrer wesentlichen Funktionen in der Demobilisierung antimilitaristischen Protestes bestünde.

Malte Meyer: Lieber tot als rot. Gewerkschaften und Militär in Deutschland seit 1914, 336 S., 19.80 EUR

 

Siehe auch: „… Wenn Donald Trump verrückt ist, dann sind es die anderen, die dieselbe Vorstellung nur duckmäuserischer verfolgen, aber mindestens auch. Glauben Sie mir …

 

 

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