„‚Krankhaft‘ überrüstete Nato“ …

 

… oder: Krieg und Zerstörung ist alles, was sie können. …

 

Auch hierzulande stimmten unkritische Medienleute in den Chor jener Kriegstreiber ein, die keck behaupteten, da müssten die Europäer „nachlegen“ oder „mehr Verantwortung übernehmen“. Dies stets mit dem Hinweis auf das „2-Prozent-Ziel“. Denn: Die USA gäben ja 3,57% ihres BIP für Rüstung und Krieg aus, Grossbritannien immer noch 2,12% und sogar das mausarme Griechenland bringe es auf 2,36%. Wohingegen Deutschland bloss bei 1,24% liege und Belgien gar bei nur 0,9%. Verschwiegen wurden dabei meist die absoluten Zahlen hinter der Prozentrechnung. Gerade sie hätten zeigen können, wie absurd diese Debatte ist.

„Krankhaft“ überrüstete Nato

Diese Zahlen sehen so aus: Deutschland gibt jetzt pro Jahr knapp 40 Milliarden Euro für Militär und Rüstung aus. Berlin will unter dem Druck Trumps diesen Budgetposten aber auf 42 Milliarden erhöhen. Wäre das 2-Prozent-Ziel in Deutschland erreicht, gäbe allein dieses Nato-Land mit 60 Milliarden dann fast gleich viel für Militär und Krieg aus wie das ach so gefährliche Russland. Dessen Militärbudget liegt derzeit unter 70 Milliarden. Jenes des im fernen Osten permanent als bedrohlich angeprangerten China immer noch weit unter 200 Milliarden im Jahr. Die Schweiz hat 5 Milliarden Franken jährlich als Zielvorgabe für ihr Militär festgelegt. Das ist weit weniger als 1% unseres BIP.

Die USA hingegen lassen sich ihre Kriegsmaschinerie, die weltweit offen oder versteckt in Dutzende blutiger Konflikte verwickelt ist, jetzt pro Jahr satte 700 Milliarden US-Dollars kosten. Die Nato-Staaten insgesamt kommen auf gut 1000 Milliarden im Jahr. also eine Billion.

Und dieser absurd hochgerüstete Militärkoloss soll durch Russland oder von Putin mit seiner lächerlichen 70-Milliarden-Armee ernsthaft bedroht werden? Das Nato-Grossmanöver in Norwegen, das „Russland abschrecken“ soll, sieht auf diesem Hintergrund eher wie ein Propaganda-Manöver aus. Die Deutsche Abgeordnete Sarah Wagenknecht (Die Linke) hat diese militärischen Missverhältnisse und Ungleichgewichte vor dem Bundestag kürzlich detalliert dargelegt und Kanzlerin Angela Merkel gefragt: „Ja, wie krank ist das denn?“ Antwort bekam sie keine.

 

 

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