„… Konzerne zahlen an viele kulturelle Veranstaltungen und Publikationen – und erwarten Wohlwollen. Das Beispiel des VW-Konzerns. …“

 

Der Aufsichtsrat (Verwaltungsrat) des VW-Konzerns sponsert seit Jahren das Kunstmuseum in Wolfsburg. Jetzt sorgte der Konzern für die sofortige Entlassung von Museumsdirektor Ralf Beil, obwohl dessen Vertrag noch bis Ende 2020 lief.

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Der Vorgang wirft auch ein Licht auf die Kommerzialisierung der Kunst, die wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche der Bereicherung einiger weniger unterworfen wird. Viele ‹Kunstevents› können nur noch durch grosse Spenden privater Sponsoren verwirklicht werden, viele Museen nicht mehr unabhängig arbeiten. Der Kunstmarkt wird nicht nur vom Kommerz beherrscht, Kunstwerke dienen als Kapitalanlagen und werden Besuchern nur gezeigt, wenn sich potente Geldgeber finden, denen die Werke gefallen.»

Das Museum und sein Kuratorium gaben in einer mageren Pressemitteilung keine nähere Auskunft über die wirklichen Gründe für die Entlassung des renommierten Kunsthistorikers. Auf die von etlichen Kulturschaffenden erhobene Kritik reagierte das Kuratorium nicht.

 

Siehe auch: „Die gekaufte Kunsthistoriker-Universität (Arbeitstitel …) …” …,

„Kunst und Deutschland — ”… u.a. …,

… „Kunst macht sichtbar.” …,

Zur Stiftungs-(Un-)Kultur hier mehr …,

 

Wer zahlt schafft an, auch bei Stiftungen und sogenannten gemeinnützigen Organisationen und das noch auf Kosten des Steuerzahlers. Das war schon seit langem so, nur die Kapitalgewaltigen können viel mehr Mittel und Professionalität dabei einsetzen.
Fragwürdig wird es, wenn der indirekte und eigentliche Stiftungszweck hauptsächlich die Steigerung der Kapitalrendite und einer Vormacht-Stellung ist.

( Aus dem Forum dazu … )

 

 

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