„… Jede und jeder von uns trägt einen Teil dazu bei, dass diese feige Taktik aufgeht. …“

 

… oder: Die sind alle schlauer, als ihre Lehrer, oder …

 

„Es muss etwas getan werden!“ ist unser schützender Tarnanzug, der dafür sorgt, dass wir unbeschadet aus der schmutzigen Sache herauskommen. Es soll zeigen, dass ich mich einsetze und  Verantwortung zeige, dass ich ein guter, tatkräftiger Mensch bin. In Wahrheit bedeutet „Es muss etwas getan werden“, dass ich nichts tue.  Und so bleibt es bei leeren Drohungen, internationalen Treffen ohne oder mit scheinbaren Entscheidungen, medialer Empörung, kollektiver Betroffenheit. „Thoughts and prayers“ heisst, dass nichts geschieht.

Jede und jeder von uns trägt einen Teil dazu bei, dass diese feige Taktik aufgeht. Statt zu fragen, wie lange noch, haben wir längst akzeptiert, dass unsere Welt so funktioniert. Wir haben uns angepasst, spielen das Theater mit. Lese ich einen Artikel über eine Schiesserei in einer amerikanischen Schule, denke ich mir: „Ach nein, das ist furchtbar. Die armen Angehörigen der Ermordeten, die armen, traumatisierten Überlebenden. Da muss man doch was tun.“

Ich will nicht in einer Welt leben, die Gräueltaten ungesühnt über sich ergehen lässt. Und dennoch: Nach der Fertigstellung dieses Artikels werde ich je nach Wetter in den See springen oder einen Film schauen. Ich werde zu meinem Leben zurückkehren, als wüsste ich nicht, wie verabscheuungswürdig es teilweise ist. Und was tun Sie, nachdem Sie diesen Artikel zu Ende gelesen haben? Sehen Sie: Das ist ja das Fatale.

 

Siehe auch: „Die innere Revolution …” …,

… „Die Veredelung der Liebe durch wahre Kunst …

… „Von nun an ist alles anders. …

 

 

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