„… Ja, die lieben Deutschen: Verteilen Preise an Faschisten und Antisemiten, machen aber aus dem christlichen Kreuz ein Hakenkreuz. …“ II

 

Augsburg (idea) – Scharfe Kritik am Kreuzerlass des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) hat das Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, Heribert Prantl (München), geübt. Er sprach beim Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag am 18. September vor 400 Pfarrern in Augsburg. Seit dem 1. Juni muss in jeder bayerischen Behörde ein Kreuz hängen. Prantl zufolge ist Söders Vorgehen keine Respektbezeugung gegenüber dem Kreuz, sondern eine Instrumentalisierung und politischer Missbrauch. Prantl: „Das ist nicht christlich, sondern Ketzerei.“ Mit dem Erlass versuche Söder, die drohende Wahlniederlage abzuwenden. Die Kirchen müssten sich gegen diese „blasphemische Vereindeutigung“ wehren. Das Kreuz sei kein „religiöses Hirschgeweih“, sondern Sinnbild des Leides. Die CSU dürfe das Kreuz nicht als Dominanzsymbol ihrer Politik und als „Akt der Ausgrenzung gegen den Islam“ einsetzen. Allerdings sei der Kreuzerlass vielen Christen nicht unrecht gewesen, weil sie Schwierigkeiten mit dem Islam hätten. Sie hätten dem Glaubensstolz und der Inbrunst der Muslime nicht viel entgegenzusetzen. Die Auseinandersetzung mit Muslimen mache vielen Christen die Unkenntnis über den eigenen Glauben deutlich.

 

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