„… beteiligen wir uns an Angriffskriegen … in dem Kriegsverständnis, wie es zum Zeitpunkt des Angriffs des Deutschen Reiches auf Polen gang und gäbe war. …“

 

Seit dem ordinären Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999 und den verbrecherischen Folgekriegen, u.a. in dem Kriegsgürtel zwischen Afghanistan über Irak und Syrien bis hin nach Libyen, beteiligen wir uns an Angriffskriegen gegen andere Völker in dem Kriegsverständnis, wie es zum Zeitpunkt des Angriffs des Deutschen Reiches auf Polen gang und gäbe war. Wir unternehmen über die NATO alles, den zivilisatorischen Durchbruch in Sachen Krieg, wie er auf sowjetischem Druck bei der Konferenz von Jalta manifest geworden war und die Charta der Vereinten Nationen mit dem Gewaltmonopol erst möglich gemacht hatte, nachhaltig im amerikanischen Kriegsinteresse wieder auf das Niveau von 1939 zurückzubringen. Das soll dann für die Bundeswehr traditionsbildend sein? Das internationale Recht gemeinsam mit anderen auszuhebeln? Davor muß gewarnt werden und denen muß das Handwerk gelegt werden, die Krieg im westlichen Interesse so zum Normalfall werden lassen, wie es derzeit geschieht. Man kann nur mit Schaudern nachlesen, was Herr Präsident a.D. Gauck denjenigen unterstellte, die ihre Konsequenzen aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen haben. Man kann keine Verbrechen „auf der richtigen Seite“ begehen, ohne sich auf verhängnisvolle Stufen zu stellen.

 

 

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