„… Ich habe für die Entwicklung von rassistischen und besonders antisemitischen Haltungen in Deutschland besonders empfindliche Antennen. …“

 

… oder: Welche Glocken über Deutschland wirklich läuten

 

Jiří Slama schrieb am 28.01.2018 23:56 Uhr:

… Ich, als ein schon seit fast 50 Jahren in Deutschland lebender Migrant aus der Tschechoslowakei und Jude, möchte zu dem von Ihnen und Ihren Gästen Gesagten ergänzend Folgendes feststellen: Ich habe für die Entwicklung von rassistischen und besonders antisemitischen Haltungen in Deutschland besonders empfindliche Antennen. Dabei kann ich nur ein paar Namen nennen, die in meinen Augen wesentliche Stationen dieser mich zutiefst beunruhigenden Entwicklung markieren. Sie als eine sehr kluge Journalistin werden wissen, was ich mit diesen Namen in diesem Zusammenhang meine: Martin Walser, Philipp Jenninger, Martin? Hohmann. Damit möchte ich sagen, dass nach der sog. Wende in diesem Land nicht nur der allseits wahrgenommene Rassismus der Neonazis explodierte, sondern auch der eher schleichende „Revisionismus“ gegenüber der nationalsozialistischen Vergangenheit stattgefunden hat, den ich für noch gefährlicher halte, weil er zunehmend regelrecht in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Der Siegeszug der AfD ist nur ein Teil davon. Und noch ein Aspekt: Ich beobachte mit Entsetzen die diesbezügliche Entwicklung in Tschechien. Da ist die Situation deutlich schlimmer als in Deutschland, da es dort bestimmte Tabus gegenüber rassistischen Denk- und Redeweisen nie gab. Das führt dazu, dass nicht nur faschistische Parteien, sondern ein Großteil der politischen Repräsentanten so reden. Siehe der wieder gewählte Präsident Zeman.

 

… nicht zuletzt: Es soll ja auch Radikal-„Christen“ geben, die selbst jedweden Teufel bemühen, um zu evangelisieren, zu missionieren

Es schauert einen, oder …

 

G.Thr.

 

 

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