„Ich glotze, also bin ich“

 

… oder: Da kannst du auch dem Esel predigen, oder …

 

Die Probleme sind nicht ausschließlich in den Spielen oder Medien zu suchen, sondern in der Gesellschaft. Es steht selbstverständlich fest, dass die Spielehersteller die Gegebenheiten der Spieler ausnutzen. Das Problem alleine bei den Spielen zu verorten, ist meiner Meinung nach jedoch zu eindimensional.

Ein gutes Beispiel sind da die Schießereien in den Schulen (6). Was bringt junge Menschen dazu, so gewalttätig zu werden? Was müssen sie erlebt haben, um sich und andere zu töten? Nach der Logik der Spielekritiker, die gewalttätige PC-Spiele als Hauptursache sehen, müssten dann nicht auch die Nachrichten zu Gewaltexzessen führen? Wir werden doch tagtäglich mit Gewalt konfrontiert. Außerdem kann heutzutage jeder Jugendliche im Internet haufenweise echte Gewalt angucken. Nach jeder dieser Grausamkeiten in den Schulen wird jedes Mal heftig über Konsequenzen diskutiert, Sprechblasen werden abgesondert und nach ein paar Wochen ist alles wieder vergessen und beim Alten. Ändert sich etwas? Nein!

Elektronische Unterhaltungsgeräte sollten nicht die Bindung zu unseren Kindern ersetzen. Sie dürfen nicht an die Stelle der Beschäftigung mit und der Erziehung unserer Kinder treten (5). In einer Welt, in der die Eltern durch ökonomische Zwänge selbst um das Überleben kämpfen, bleibt ihnen immer weniger Zeit für die Kinder. Also versuchen sie, die verlorene Zeit mit dem Kind mit materiellen Dingen aufzuwiegen. Die Entfernung der Kinder von uns und das Rebellieren gegen uns wird als Unabhängigkeit gedeutet. Sind sie wirklich unabhängig und reif? Oder trügt der Schein? Sind sie nicht eher emotional so verschlossen und abgestumpft, dass sie ihre Bedürfnisse in einer fiktiven Onlinewelt befriedigen müssen, da unsere Welt zu schrecklich ist? Was sagt das über uns und unsere Gesellschaft aus?

Fest steht, dass Mediensucht zu einem größeren Problem wird (4) und mit den kommenden technischen Entwicklungen sicher nicht kleiner werden wird.

( Alles und die Anmerkungen im verlinkten Originaltext   Hervorhebung G.Thr. )

 

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