„… Glaube und Heimat Michael Thalheimer (Regie), Berliner Ensemble …“

 

… Es gilt: Darauf achten, wann wo wie Ästhetisches, Ästhetik Realität wird, oder …

 

Da stürzt sich der Sohn der Rotts aus Verzweiflung in den Tod. Und Rott? Er wirft sich auf den Reiter, würgt ihn, doch dann lässt er von ihm ab, lädt gar ein zur Verbrüderung. Und tatsächlich: Der Aggressor ergreift die Hand, ist mit Vergebung geschlagen. Natürlich ist dies eine schwer verständliche Reaktion, ein irrsinniger Triumph. Warum sollte ein Mensch demjenigen verzeihen, der am Tod des eigenen Sohnes schuld trägt? Dieses Ende funktioniert nicht realistisch, sondern nur ästhetisch, nur im düsteren Bezugsrahmen, den Thalheimers Werk selbst aufstellt. Indem Rott keine Rache übt, erhebt er sich hier über die Gewalten, die seine Welt bestimmen. Trauernd, doch aufrecht steht er. …

 

Aufführungen …

Zum politisch immer wieder mißbrauchten Begriff ‚Heimat’ hier mehr …

 

 

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