»genauso konsequent sozialistisch wie national«

 

Wie heutzutage …

 

Nationalsozialistinnen der ersten Stunde verfassen im Sommer 1934 ihre politischen Lebensgeschichten.

Im Sommer 1934 verfassten frühe Nationalsozialistinnen aufgrund eines vermeintlichen Aufsatzwettbewerbs ihre Lebensgeschichten. Die Fragestellung lautete »Warum ich vor 1933 der NSDAP beigetreten bin«. Sie wussten nicht, dass es sich bei diesem Aufsatzwettbewerb um eine Datenerhebung des amerikanischen Soziologen Theodore Abel handelte. Abel erhielt über 600 Zuschriften. 36 dieser Lebensbeschreibungen aus der Feder von Frauen werden in diesem Band erstmals vollständig veröffentlicht.
Diese Nationalsozialistinnen der ersten Stunde, auch »Alte Kämpferinnen« genannt, waren Durchschnittsbürgerinnen mit zeittypischen Biographien. Nach dem Machtantritt der NSDAP fühlten sie sich als Siegerinnen und wollten ihre Beteiligung an diesem Erfolg hervorheben.
Das Buch fragt nach ihrer Motivation vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der jungen Weimarer Republik. Ihr Engagement fand unterschiedliche Formen, jedoch setzten alle Frauen große Hoffnungen in einen nationalen Sozialismus.
Die autobiographischen Essays sind durch ihre zeitliche Nähe zur NS-Kampfzeit und die Freimütigkeit ihrer Verfasserinnen wertvolle und ergiebige Quellen zum Aufstieg des Nationalsozialismus.

 

Siehe auch: „Ich habe Angst, dass die Gutmenschen von heute morgen Nazis sind.

 

 

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