„Gab es Germanen?“

 

… oder: Gewidmet unseren Muttis …

 

Blog des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen, 01.02.2018:

Gab es Germanen?

Ein Kommentar zu einem aktuellen Buch aus dem Antaios-Verlag

„Wir halten nicht viel von langwierigen Begründungen, von Herleitungen, von der systematischen Stimmigkeit unseres Handlungsantriebs.“ Götz Kubitschek (1)

Wer sich vor zwanzig Jahren mit Rechtsintellektuellen auseinandersetzte, hatte es mit Ernst Jünger oder mit den Debatten um Botho Strauß und Peter Sloterdijk zu tun. Heute trifft man dagegen flächendeckend auf weitaus gröber geschnittene Angebote aus diesem Spektrum. Grund dafür ist der allgemeine Rechtsruck der zurückliegenden Jahre: Die neue Rechte hat feingeistiges Florettfechten nicht mehr nötig, sie möchte vielmehr den Ball, der ohnehin in die von ihr gewünschte Richtung rollt, schnell und schnörkellos weitertreiben. Ganz im Gegensatz zu dieser fehlenden Tiefe steht die mediale Inszenierung von Rechtsintellektualität. Prominentestes Beispiel dafür ist der Antaios-Verlag im ostdeutschen Örtchen Schnellroda, von dem die Medien nahezu seriell Bilder produzieren, die elitären Konservativismus suggerieren. Dabei hat sich der Kamerablick auf den Verleger Götz Kubitschek in existenzialistisch-schlichter Atmosphäre als visuelle Metapher für stoisches Landleben etabliert. Um diese Bildsprache zu standardisieren und zu verdichten wird Kubitschek beim Ziegenmelken oder in seiner kargen Stube vorgeführt. Beschäftigt man sich jedoch inhaltlich mit den Produkten aus dem Antaios-Verlag, bekommt das Bild schnell Risse.

Denn der neuen Rechten geht es nicht um romantisches Bewusstsein. Vielmehr ist ihr zentrales Ziel, eigene Positionen im vorpolitischen Raum durch Themenwahl, Tonlagen und Behauptungen durchzusetzen. Dabei spielt Geschichtspolitik eine entscheidende Rolle. Unsere vorzustellende Neuerscheinung des Antaios-Verlags behandelt ein immer wieder bearbeitetes geschichtspolitisches Kernthema, die germanische Identität. Gerade die harte extreme Rechte feiert das Buch seit seinem Erscheinen im letzten September, so wird es beispielsweise in der vierten und letzten Ausgabe des Jahres 2017 der Nordischen Zeitung der völkischen Weltanschauungssekte Artgemeinschaft euphorisch rezensiert. Das Buch widmet sich der Frage eines gesamtgermanischen Wir-Gefühls, deren positive Beantwortung verhältnismäßig kundig auch mit Archäologie unterfüttert wird. Der Autor Andreas Vonderach hat Anthropologie in Mainz und Ulm studiert, in diversen Museen gearbeitet und wissenschaftlich publiziert. Er ist aber auch eine umtriebige Figur in der politisch aktiven extrem rechten Szene.

Als Einstieg dient Vonderach die Bremer Ausstellung „Graben für Germanien – Archäologie unterm Hakenkreuz“ aus dem Jahr 2013. Diese Schau hat das völkische Spektrum anscheinend nachhaltig beeindruckt, zahlreiche empörte Resonanzen sprechen jedenfalls bis heute eine klare Sprache. Vonderach schreibt den Ausstellungsmacherinnen eine radikale Ablehnung von allem Germanischen zu. Um dies zu belegen, bezieht er sich auf zugespitzte Medienberichte und nicht auf den weitaus differenzierteren Ausstellungskatalog. Forschungsgeschichtlich verortet er den großen Bruch in der Beurteilung frühgeschichtlicher Ethnien in der berühmten Monografie von Reinhard Wenskus von 1961 zu Stammesbildung und Verfassung. Das ist nicht falsch, aber auch nicht neu. Die Monografie von Wenskus war für die deutsche Forschung tatsächlich eine Wendemarke weg vom alten Volksbegriff. Als Wendepunkt in der Archäologie wird mit ebenso guten Gründen das Sammelwerk „Völker zwischen Germanen und Kelten“ von 1962 beschrieben, verfasst von Georg Kossack, Rolf Hachmann und Hans Kuhn. Danach habe sich die Forschung nach Ansicht Vonderachs immer stärker radikalisiert. In der Folge hätten Historiker die Dekonstruktion der ethnischen Deutung auf die Spitze getrieben und dabei nicht nur Wissenschaft, sondern auch Politik gemacht: „Der ideologische Hintergrund ist eine radikal linke, universalistische Utopie einer Welt, in der es keine Völker oder Nationen mehr gibt, sondern nur noch „Menschen“. No border no Nation“ wird auf Seite 30 zu Herwig Wolfram und Walter Pohl resümiert. Wer die beiden historischen Altmeister schon einmal in Vorträgen erlebt hat, wird verblüfft darüber sein, wie gut sie ihre linksradikalen Einstellungen verbergen können.

Der folgende Abschnitt widmet sich der Archäologie und zunächst durchaus kritisch Gustaf Kossinna. Hier stellt sich die Frage, ob es wirklich gerechtfertigt ist, Kossinna in Sachen Methodik der ethnischen Deutung eine derartig hieratische Relevanz beizumessen. Ausgeblendet werden dadurch weitaus ältere Ansätze. Etwa von Karl Wilhelmi – und von vielen Pionieren mehr. Übrig bleibt bei diesem Kossinnazentrismus – selbst wenn er sich distanziert gibt – der fade Beigeschmack, dass ethnische Deutung eine Domäne der ultranationalistischen Forschung ist, was nur im Sinn der Ultranationalisten sein kann. Die bekannte Kritik Ernst Wahles an Kossinna aus den 1940er-Jahren lässt Vonderach noch gelten. Er folgt dabei i​m Wesentlichen den Ausführungen aus der „Einführung in die Vor- und Frühgeschichte“ von Hans-Jürgen Eggers. Ernst Wahle wird gleich in der Überschrift in „Ernst Wohle“ umbenannt. Überhaupt stellt sich auf Grund zahlreicher redaktioneller Nachlässigkeiten die Frage, ob der Verlag dem Lektorat nicht etwas Kaffee in die Ziegenmilch hätte geben sollen.

Werden Ernst Wahles Argumente noch wohlwollend rezipiert, ist Sebastian Brathers Fundamentalkritik an der ethnischen Deutung für Vonderach inakzeptabel. Bereits im zweiten Absatz des betreffenden Kapitels geht er in die Vollen: „Brather, der noch in der DDR Ur- und Frühgeschichte studiert hat, was nur bei ideologischem Wohlverhalten möglich war, behauptet, in frühgeschichtlichen Gesellschaften sei die ethnische Identität allenfalls für die soziale Elite von Bedeutung gewesen. Diese habe sie benutzt, um ihre wirtschaftlichen und sozialen Interessen zu verbrämen – eine klassisch marxistische Vorstellung.“ (S. 39). Solche Sätze lassen grübeln: Auch bei der Pegida-Bewegung marschieren zahlreiche Menschen, die in der DDR ein Studium absolviert haben. Das ist durch eine Vielzahl demoskopischer Untersuchungen belegt. Dank der vorgelegten Argumentation ist es nun endlich möglich, Pegida als linksextremistische Kaderorganisation zu begreifen. Für einen solchen Antikommunismus sind keine Kommunisten mehr nötig, ebenso wie fortgeschrittener Antisemitismus ohne Juden auskommt.

Wie ein roter Faden zieht sich durch die Argumentation, dass die Kritik an der ethnischen Deutung ideologiegesteuerte Motive habe. Die Absurdität dieser Rollenzuweisungen scheint Vonderach dabei nicht wahrzunehmen: Ist er es doch, der in einem dezidiert politischen Umfeld publiziert – und nicht Sabine Rieckhoff, Ulrike Sommer, Sebastian Brather, Hermann Ament oder wie die vielen Angegriffenen auch heißen. Diese veröffentlichen in Fachzeitschriften, jener im Antaios-Verlag. Aus dem Umfeld dieses Verlags kommen wie aus keinem anderen extrem rechten Milieu metapolitische Kampfansagen, werden die Strategien des Kulturkampfs bewusst offengelegt, gebärdet man sich aggressiv kampagnenmäßig. Und darüber hinaus: Selbst wenn Hermann Ament seine Arbeiten in der Graswurzelrevolution und nicht in der Germania publiziert hätte, sagt der weltanschauliche Hintergrund nichts über die Schlüssigkeit eines Argumentes aus. Eine archäologische These ist nicht deshalb falsch, weil sie in einem politischen Kontext formuliert wurde.

Resistent gegen „den neuen Zeitgeist seit 1968“ (S. 58) sind für Vonderach Sprachforschung und Anthropologie, die in den folgenden beiden Kapiteln als Bollwerke gegen den dekonstruktivistischen Mainstream aufgebaut werden. Gebüßt hätte die Anthropologie für ihre Standfestigkeit mit einer Degradierung zur Hilfswissenschaft seit den 1980er-Jahren. Seitdem wäre der von der Archäologie gewünschte anthropologische Beitrag zu Reihengräberpublikationen zunehmend auf die Geschlechts- und Altersbestimmung reduziert. Die alten Schädelmessungen gerieten somit auch als wissenschaftliche Methode in Vergessenheit. Wie die finanziellen Mittel tatsächlich bei einer modernen Auswertung eines Reihengräberfeldes verteilt sind und welche mediale Deutungsmacht der biologistisch-genetische Blick auf die Vergangenheit hat, wird dabei ausgeblendet. Ebenso unterschlagen werden die enormen Erkenntnisgewinne der letzten Jahre durch die gute Zusammenarbeit der beiden Disziplinen. So fällt etwa kein Wort zur Spurenelementanalyse, eine Methode, die einem erfahrenen Anthropologen nicht entgangen sein dürfte – gerade, wenn er am Nachweis von Gruppenidentitäten interessiert ist. Dieses Weglassen dürfte darin begründet sein, dass Spurenelementanalysen meist Migrationsgeschichte und eben nicht möglichst monolithische genetische und kulturelle Gemeinschaften anzeigen.

Nachdem im ersten Teil des Buches die Dekonstruktion des Volksbegriffes in düsteren Farben geschildert wurde, soll im zweiten Teil kontrastierend dazu eine positive Definition des germanischen Wir-Gefühls vorgelegt werden. Er trägt den bezeichnenden Titel „Rekonstruktion der Germanen“. Manche Textblöcke dürften dabei aus älteren Publikationen Vonderachs übernommen worden sein, etwa aus einem Artikel in der Jungen Freiheit mit dem Titel „Deutsche Anthropologie“ vom 10.08.2012. Relativ ausführlich wird zunächst der Begriff „Volk“ in seiner Komplexität und Widersprüchlichkeit erörtert. Diese Widersprüchlichkeit wird nicht, wie naheliegend, als Indiz für die definitorische Unbrauchbarkeit der Bezeichnung gewertet. Sie dient im Gegenteil dazu, um die Mächtigkeit des organischen Gebildes „Volk“ zu umschreiben. Dazu passt, dass sich archäologische Kulturen zwanglos als „Abstammungs- und Fortpflanzungsgemeinschaften“ (S. 87) definieren ließen. Und das nach einer denkbar kurzen Argumentation. Nicht zum deutschen / germanischen Volk scheinen vor allem zwei Gruppen zu gehören: „Ein anderer Fall ist der lange Aufenthalt einer Diasporagruppe in einer fremdvölkischen Umgebung, wie bei den Juden und Zigeunern“ (S. 56).

Um den Eindruck der genetischen Homogenität der germanischen Gruppen weiter zu stärken, werden in elegischer Breite die Nachweise von Heiratsverboten aus Antike und Spätantike aufgelistet. Hier pickt man sich aus dem reichen Reservoir der Geschichte das heraus, was man gerade braucht. Nach alledem ist der Boden bereitet für ein längeres Kapitel, in dem archäologische Kulturgruppen mit germanischen Stämmen gleichgesetzt werden. Die Elbgermanen sind die Sueben, die „Willenberger Gruppe“ (= Wielbark-Kultur) die Goten und Rugier, die „Oder-Warthe-Gruppe“ (= Przeworsk-Kultur) die Vandalen, die „Lausitzer Gruppe“ (= Luboszyce-Kultur) die Burgunder, in der Poieneşti-Lukaševka-Kultur finden sich Bastarnen und Peukiner. Konsequent für das ganze Buch durchgezogen wird die Neudefinition von Elbgermanen zu „Eibgermanen“ (auch hier offenbart sich die Diskrepanz zwischen elitärem Anspruch und redaktioneller Praxis des Verlags). Feststellungen, die souverän klingen sollen, wie: „Es ist unumstritten, dass man in der eibgermanischen Kultur den Niederschlag des suebischen Stammesverbandes sehen kann“ (S. 92) wirken dadurch doch etwas weniger souverän.

Dennoch: Die Argumentation wird sprachlich sehr klar und auf Grund der verkürzten, stringenten Darstellung für Laien überzeugend vermittelt. Vonderachs Dilemma ist dabei, dass er manchmal sogar Recht hat: Ja, es ist möglich, Migration und Mobilität, vielleicht sogar Gruppenidentitäten unter günstigen Bedingungen archäologisch zu fassen. Aber genau das führt zu einem komplexen Bild mit ausdifferenzierten Regionalgruppen und einer erstaunlich hohen Migration. Die Bevölkerung klebte eben nicht seit der neolithischen Einzelgrabkultur an ihrer Scholle. Vonderach sieht, dass es prinzipiell machbar ist, Phänomene wie die Przeworsk-Kultur schlüssig zu umschreiben. Je mehr ich allerdings diese regionalen Erscheinungen abgrenze, umso weiter entferne ich mich in der Regel vom Bild einer gesamtgermanischen Kultur. Dazu nur zwei kurze Beispiele aus der Welt der bei rechten Feingeistern besonders beliebten Vandalen: Die ihnen zugesprochene Przeworsk-Kultur wurde ganz entscheidend durch die den Kelten zugesprochene Latène-Kultur beeinflusst. Wie vereinbart sich das mit der von Vonderach wiederbelebten Vorstellung gesamtgermanischer Wurzeln? Nach seiner Logik müssten doch die großen Impulse aus der den Germanen zugesprochenen Jastdorf-Kultur kommen. Auch kann man die östliche Verbreitungsgrenze der Przeworsk-Kultur in der jüngeren vorrömischen Eisenzeit gut ausmachen, die Ostgrenze des „Gesamtgermanischen“ aber nicht. Solche Stolpersteine des Großgermanischen gibt es viele, sie werden allesamt im Wortsinn links liegen gelassen.

Sobald Vonderach einen Fuß in die Tür der ethnischen Deutung bekommt, treibt er den Ansatz bis zu seiner Verzerrung weiter, indem er die germanische Kulturgenese in die Bronzezeit oder gar ins Spätneolithikum zurück projiziert. Die letzten Abschnitte widmen sich folgerichtig ausführlich den Belegen in den Schriftquellen zu einem gesamtgermanischen Gemeinschaftsbewusstsein. Die Gegenbelege werden – man ahnt es – einfach nicht erwähnt. Damit kreist der alte Zirkel der völkischen Forschung: Ich mache Archäologie, um das Revier der Identität abzustecken. Die Erkenntnis, dass dieses Revier nie sicher war, verbaue ich mir durch eine solche Vorgehensweise. Kognitive Dissonanz wird peinlich vermieden, das Buch wurde für ein Publikum verfasst, das genau weiß, was es hören möchte. Ein Publikum, das Apodiktik und Polemik liebt. Vonderachs Werk unterscheidet sich dennoch durch den Einbezug der aktuellen Fachdiskussion deutlich von anderen aktuellen im rechten Spektrum publizierten Germanenbüchern. Hier bahnt sich eine Parallelerzählung an, die unwidersprochen eine Eigendynamik entwickelt – ein Grund mehr, dies nicht unkommentiert stehen zu lassen.

Hans Reinerths „Vorgeschichte der Deutschen Stämme“ aus dem Jahr 1940 wird zwar wohlweislich nicht zitiert, erfährt aber ideell eine späte Würdigung. Trotz des modernen Anstrichs dreht Vonderach die frühgeschichtliche Archäologie in ihren wesentlichen Punkten konsequent auf die Erkenntnisziele der Germanenforschung vor 1945 zurück. Damit passt er hervorragend in die Linie des Antaios-Verlags: „Und doch geht es uns wie dem Emblemtier dieses Verlags, der Schlange: Sie häutet sich, häutet sich wieder – und bleibt doch immer die gleiche“ (2) ließ die Gattin des Verlagsleiters vor kurzem wissen. Wenn sie nur wüsste, dass die Reinigung der Welt vor Schlangen zu den Kernmythen des vielbeschworenen Abendlandes zählt – von Adam und Eva bis zu Herkules.

Kein anderes Thema hat die frühgeschichtliche Archäologie in den letzten zwanzig Jahren so beschäftigt, wie die ethnische Deutung. Ein Großteil der frühmittelalterarchäologischen Habilitationen und mit die besten Dissertationen dieser Generation widmeten sich diesem Thema. Einige der hoffnungsvollsten Kolleginnen und Kollegen wurden in einer erbittert geführten, notwendigen und längst noch nicht beendeten Debatte verschlissen. Dabei sind Sebastian Brathers Thesen lange nicht die einzige Meinung im Fach. Wer seinem Publikum diesen Eindruck unterschieben möchte, stigmatisiert die Frühgeschichtsarchäologie zu einem Haufen rundgeschliffener Mitläufer. Dadurch wird der wutgermanischen Leserschaft ein ihr vertrautes Reizschema geliefert: Kosmopolitische, wohlfinanzierte Wissenschaftseliten, gegen die das gesunde Volksbewusstsein steht. Angesichts der tatsächlichen Lage in unserem Fach kann man da nur den Kopf schütteln – insbesondere angesichts der schlechten Finanzierung.

Überdies schwingt die Freiburger Schule nur selten die Nazi-Keule. Zahlreiche Brather-Schülerinnen und -schüler haben sich dem hinterfragbaren Ideal der unpolitischen Forschung verschrieben. Und gibt es wirklich reflexhafte Reaktionen aus Freiburg zu allem, was völkisch riecht? Ein Big Brather is watching you? Auf der ideologiegeschichtlichen Ebene kaum. Wenn es um die zuweilen etwas materialferne Kritik an diversen Methoden der Frühgeschichtsarchäologie geht, schon eher. Auf jeden Fall sollte der polarisierende und extrem vereinfachende Deutungsanspruch aus dem Antaios-Verlag zu einer mit viel archäologischem Herzblut geführten Fachdebatte nicht einfach im Raum stehen bleiben.

(1) Kubitschek, G. (2007). Provokation. Schnellroda: Edition Antaios, S. 30.
(2) Kositza, E./ Kubitschek G. (2015). Tristesse Droite. Die Abende von Schnellroda. Schnellroda: Antaios, S. 8.

Literatur:

Das kommentierte Buch:

A. Vonderach, Gab es Germanen? Eine Spurensuche (Schnellroda: Antaios 2017) 208 Seiten. ISBN: 978-3-94442-298-5. 19 Euro.

Aktuelles zum Antaios-Verlag:

C. Paresse, Rechte Homestory. Im Journalismus hat sich ein neues Genre etabliert, der Besuch bei Götz Kubitschek. Der rechte Rand 168, 2017, 8 – 10.

V. Weiß, Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes. (Stuttgart: Klett Cotta 2017).

Einige Habilitationen und Dissertationen zum Thema:

S. Brather, Ethnische Interpretationen in der frühgeschichtlichen Archäologie. Geschichte, Grundlagen und Alternativen. Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 42 (Berlin / New York: Walter de Gruyter 2004) 807 Seiten.

C. Eger, Spätantikes Kleidungszubehör aus Nordafrika I. Trägerkreis, Mobilität und Ethnos im Spiegel der Funde der spätesten römischen Kaiserzeit und der vandalischen Zeit. Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie 5 (Wiesbaden: Reichert Verlag 2012) 456 Seiten.

H. Fehr, Germanen und Romanen im Merowingerreich: Frühgeschichtliche Archäologie zwischen Wissenschaft und Zeitgeschehen. Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 68 (Berlin / New York: Walter de Gruyter 2010) 806 Seiten.

R. Prien, Archäologie und Migration. Vergleichende Studien zur archäologischen Nachweisbarkeit von Migrationsbewegungen. Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 120 (Bonn: Rudolf Habelt 2005) 373 Seiten.

F. Siegmund, Alemannen und Franken. Archäologische Studie zu Ethnien und ihren Siedlungsräumen in der Merowingerzeit. Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 23 (Berlin / New York: Walter de Gruyter 2000) 472 Seiten.

Diese Auswahl greift natürlich viel zu kurz. Wer eine klug kommentierte und bündige Zusammenfassung des Diskussionsstandes bis 2016 durch Frank Siegmund lesen möchte, der findet sie hier:

F. Siegmund: Ethnische und kulturelle Gruppen im frühen Mittelalter aus archäologischer Sicht.

Und wer einmal ein positives Ergebnis zum Thema sehen möchte:

E. Stauch, Zur Validierung archäologischer und anthropologischer Mobilitätsindizien. Die Migrationsgeschichte einer frühmittelalterlichen Siedlungsgemeinschaft. In: U. Koch (Hrg.), Reihengräber des frühen Mittelalters – nutzen wir doch die Quellenfülle! Forschungen zu Spätantike und Mittelalter 3 (Remshalden 2016) 193 – 228.

Bildunterschrift: Entschlossen auf dem Weg in die Fortpflanzungsgemeinschaft: Germanen in Oerlinghausen 1936.

Bildunterschrift: Klar gab es Germanen und zwar 1936 bei der Eröffnung unseres Museums. Die sind aber leider alle schon verstorben.

( Alles zitiert nach hiergeblieben.de )

 

 

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