„… Es sind also nicht nur Tier- und Pflanzenarten, die heute unterm Diktat der Gewinnmaximierung vernichtet werden, sondern peu à peu auch unsere menschliche Werteordnung. …“

 

„Sie wird“, schrieb der britische Schriftsteller John Berger, „systematisch besprüht – nicht mit Pestiziden, sondern mit Ethiziden – Wirkstoffen, die die Ethik und damit auch jeden Sinn für Geschichte und Gerechtigkeit töten.“ Über den Gesellschaften des entfesselten Marktes bildet sich so ein ständig größer werdendes moralisches Ozonloch. Was durch das permanente Versprühen von Ethziden abstirbt, ist unwiderruflich dahin und auch durch Ethikunterricht nicht wiederzubeleben. Wenn wir wirklich etwas gegen die wachsende psychische Verelendung und moralische Verwahrlosung unternehmen wollen, sollten wir uns für eine solidarische Ökonomie und neue Vergesellschaftungsformen jenseits von Ware, Geld und Markt einsetzen. Wir brauchen eine Gesellschaft, die menschliche Bindungen hervorbringt und fördert, statt sie systematisch zu zerstören, wie es das System des flexiblen Kapitalismus tut, das in Bindungen und moralischen Grundsätzen eine Form der Behinderung erblickt.

 

Siehe auch: „Ich glotze …” … u.a. …

Zu „Erinnerung” hier mehr …

… Weiter gefasst „Krieg und Frieden” und die Kategorie dazu …

 

 

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