„… eindeutig nur als neonazistisch zu klassifizieren ist. …“

 

oder: Jede Ähnlichkeit mit völkisch-nationalistischen Umtrieben an/in „unseren” Waldorf- und/oder Rudolf-Steiner-Schulen in D/A/CH und weltweit ist rein zufällig

 

Lippische Landes-Zeitung , 13.12.2017 :

Sonnenwende an den Johannissteinen

Lage (be). Wer die Wintersonnenwende an den Johannissteinen noch nicht erlebt hat oder noch einmal erleben möchte, ist herzlich eingeladen, an den kostenlosen Führungen, die vom 21. bis 23. Dezember stattfinden, teilzunehmen. Treffpunkt ist um 8.20 Uhr direkt an den Steinen, teilt das Verkehrsamt mit. Bei klarem Himmel geht die Sonne etwa nach 8.20 Uhr auf. Auch bei bewölktem Himmel werden an Hand von Fotos die Besonderheiten des Sonnenaufgangs verdeutlicht. Grundlage der Führungen sind Forschungen von Erich Neumann (t) und Erkenntnisse zu anderen vorgeschichtlichen astronomischen Anlagen in Lippe. Die Führungen leiten Wolfgang Lippek und Jacqueline Heger, Leiterin der Tourist-Information Lage. Für die Gäste stehen warme Getränke und leckeres Gebäck bereit. Weitere Informationen unter Tel. (05232) 8193 oder E-Mail verkehrsamt@lage.de.

_______________________________________________

www.hiergeblieben.de, 05.11.2014:

Horn-Bad Meinberg: „Forscher“ Wolfgang Lippek im Rathaus

Für den 23. Oktober 2014 bewarb der völkisch ausgerichtete Verein „Forschungskreis Externsteine e.V.“ die Eröffnung der Ausstellung „Die Externsteine – ein astronomisches Moment“ von „Forscher“ Wolfgang Lippek aus Lage im Rathaus von Horn-Bad Meinberg, die bis zum 14. November 2014 zu sehen ist. Darüber berichtet heute, am 5. November 2014, die Lippische Landes-Zeitung.

Referent Wolfgang Lippek

Auf der „48. Arbeitstagung“ des „Forschungskreis Externsteine e.V.“ in der Burgscheune in Horn-Bad Meinberg referierte Wolfgang Lippek zuvor am 29. Mai 2014 unter anderem zum Thema „Neue Forschungsergebnisse zu den Externsteinen“.

„Festredner“ bei neonazistischen „Festkommers“ am Hermannsdenkmal

Am 17. Januar 2009 lud die neonazistische „Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld“ anlässlich des „Jubiläum der denkwürdigen Schlacht im Teutoburger Wald“ zu einem „Festkommers an den Fuße“ des Hermannsdenkmals ein, „um mit Farbenstudenten und Freunden dieses historische Ereignis zu feiern“. „Es war dies zusätzlich die erste waffenstudentische Veranstaltung am Hermannsdenkmal seit über 50 Jahren“, so die veranstaltende Burschenschaft in einem ausführlichen Bericht. Dort heißt es: „Zur Feier dieses Jubiläums wählte die Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld sowohl den geeigneten Ort für einen Festkommers, und zwar eine Gastwirtschaft am Fuße des ehrwürdigen Hermannsdenkmals in Detmold, als auch einen angemessenen Termin, und zwar den Vorabend des 138. Jahrestages der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches.“

„Wichtigkeit der Hermannschlacht“

Über 150 Gäste folgten demnach der Einladung und „sorgten für einen festlichen Rahmen des Kommerses und einen dichtgefüllten Saal“. Die „Normannia-Nibelungen“ berichtet weiter: „In den Grußworten betonten besonders die Vertreter der Vorsitzenden Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft, aber auch der Vertreter des Freiheitlichen Akademikerverbandes Österreichs, die Wichtigkeit der Hermannschlacht für die deutsche Geschichte und mahnten im Gedenken an die Einigungsleistung der historischen Figur des Arminius zu Geschlossenheit in der deutschen Studentenschaft, aber auch im deutschen Volke bei zukünftigen Herausforderungen.“

„Germanische Idee der Freiheit“

Auch die rechtskonservative und deutschnationale österreichische Wochenzeitschrift „Zur Zeit“ widmete dem „Festkommers“ eine längeren Artikel, Auszug: „Der Festredner des Kommerses, Dr. Wolfgang Lippek vom „Verein Arminiusforschung“, beschäftigte sich ausführlich und launig mit der wissenschaftlichen Diskussion über den Schlachtort und verschaffte den Anwesenden einen Überblick über die historische Forschung im Zusammenhang mit der Schlacht und der historischen Person des Arminius. Gegen Ende seiner Ausführungen betonte er, daß die germanische Idee der Freiheit seit der Schlacht im Jahre 9 n. Chr. immer wieder eine große Rolle in der deutschen Geschichte spielte und auch für die Zukunft als historisches Vermächtnis der damaligen Ereignisse gelten könne.“

Fackelzug zum Hermannsdenkmal

Der „Zur Zeit“-Artikel schließt mit den Worten: „Zum Abschluß der offiziellen Veranstaltung begaben sich die Teilnehmer in einem Fackelzug zum nahegelegen Hermannsdenkmal und mit Schillers Mahnworten an das deutsche Volk und dem Absingen des Liedes der Deutschen fand der offizielle Teil sein Ende.“

„Varusjahr – Nein! Das Hermannsjahr soll es sein!“

Die neonazistische „Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld“ kommentiert den Anlass des „Festkommers“: „In den Medien und in den Darstellungen zahlreicher selbsternannter Experten in Deutschland ist derzeit immer wieder von der „Varusschlacht“, vom „Varusjahr“, von „Römer-Tagen“ und vielem ähnlichen mehr zu hören. Die Redebeiträge auf dem Kommers stellten diesem seltsamen Unwillen vieler Landsleute zu einer angemessenen Behandlung der eigenen Geschichte eine klare Aussage entgegen: „Varusjahr – Nein! Das Hermannsjahr soll es sein!“

„Name des Siegers verschwiegen“

Die „Normannia-Nibelungen“ weiter: Der „Festredner, Wolfgang Lippek, Vorstandsmitglied im Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe“, fragte, weshalb ausgerechnet bei dieser Schlacht der Name des Siegers verschwiegen, der Name und Hintergrund des Verlierers aber immer wieder betont werde. Er geißelte die eigentümliche Vorstellung vieler Deutscher, Hermann habe die „wertvolle“ Romanisierung des deutschen Raumes und damit eine dem gallischen Frankreich ähnliche Entwicklung verhindert, und betonte, daß es hier um Freiheit und Selbstentfaltung eines Volkes gegangen sei. Darüber hinaus widerlegte er an Hand zahlreicher Quellen die Inanspruchnahme des Schlachtgeschehens durch den Ort Kalkriese. Er zeigte vielmehr, daß das Hermannsdenkmal sich fast genau über dem Schlachtfeld der seinerzeit untergegangenen römischen Legionen befinde.“

„Deutsche Burschenschaft“

Weitere Redebeiträge „betonten unter donnerndem Beifall die Bedeutsamkeit deutscher Einigkeit in der Gegenwart und wiesen auf die Parallelen zwischen den derzeitigen Bestrebungen zu einer „globalen Welt“ und dem Weltmachtstreben des Alten Rom hin“, so die „Normannia-Nibelungen“. Grußworte wurden unter anderem von Vertretern der zum extrem rechten und völkischen Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ gehörende Lemgoer Burschenschaft „Cimbria“ sowie der „Deutschen Burschenschaft“ selbst gehalten.

Fazit

Wolfgang Lippek war „Festredner“ bei einer Veranstaltung, deren Ausrichter – das war auch im Jahr 2009 schon lange bekannt – eindeutig nur als neonazistisch zu klassifizieren ist.

Alles zitiert nach:  hiergeblieben.de

 

© 2017, ICH-Biographieberatung. All rights reserved.


 
 
 

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.