„Digitalisierung: Gedankenlose Gewöhnung und hilflose Kritik …“

 

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder, dem Vorsitzenden der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP), über den diesjährigen NGfP-Kongress DIGITALISIERUNG – Sirenentöne oder Schlachtruf der ‚kannibalistischen Weltordnung‘ und die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitswelt und Gesellschaft.

Christa Schaffmann: Der Titel der Veranstaltung lässt ahnen, dass mindestens Sie beim Kongress mit der Digitalisierung nicht zimperlich umgehen werden. Sehen Sie in ihr keinerlei Fortschritt? Könnte sie unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen Fortschritt bedeuten? Oder tut sie das auch jetzt im Sinne von Fortschritt der Produktivkräfte, die womöglich die gesellschaftlichen Verhältnisse sprengen werden?

Prof. Dr. Klaus Jürgen Bruder: Die Rolle der Produktivkräfte, als die Produktionsverhältnisse sprengend, wird immer überschätzt, vor allem die Ironie, die Marx damit verbunden hat, wenn er jubilierend von dem Kapital als Dampfwalze spricht, die die alten Verhältnisse sprengt, die Ironie nämlich, dass die Besitzer der Produktionsmittel, die Kapitalisten selbst sich das Grab schaufeln, indem sie die Entwicklung der Produktivkräfte „treibhausmäßig“ fördern. Der Punkt ist längst erreicht, von dem Marx prognostizierte, dass die Produktivkräfte zu Destruktivkräften werden. Den Sturz des Kapital-Verhältnisses vollbringen also nicht die Maschinen, das müssen die Menschen schon selber in die Hand nehmen.

( Alles hier … )

 

Siehe auch: „Mit dem Corona-Virus wird der Globalisierungswahnsinn enttarnt …” …,

… „Von Milliarden SMOMBIE’s lernen, oder!?” …,

… „MEDIENKOMPETENZ – Watt datt denn!?” …,

…   —   Stichwort: „Digitalisierung” …,

…   —   Stichwort: „Smartphonistan

 

 

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