„… Diese Form der «news» ist Kommunikation, die immer abzustürzen droht in eine Katastrophe. …“

 

… oder: Wer braucht so etwas!? — Kein Mensch!

 

… Diese Form der «news» ist Kommunikation, die immer abzustürzen droht in eine Katastrophe. Es ist das, was der Medienphilosoph Bernhard Pörksen unter anderem in der Sternstunde Philosophie vom 16. Februar ein «Denken am Abgrund» nennt. Eine journalistische Haltung, die dem blanken Alarmismus folgt und damit Aufmerksamkeit herstellt. Sehr ähnlich der Bericht aus Hanau am Tag darauf. Der Appetit auf nahe Bilder und grosse Emotion führte dazu, dass die Moderatorin vor Ort tatsächlich eine Träne in den Augen hatte, möglicherweise ein Regentropfen. Sie beglaubigte damit die Trauer vor Ort, die in den Zeugenaussagen (von Menschen in Hanau) bestätigt wurde. Mehr war nicht. Mehr muss auch nicht sein – denn auf dem Bildschirm lief parallel zu diesen Trauerbekundungen im Loop eine Werbung für Kreuzschifffahrten und das Glück auf hoher See. Die Frage, wer solche journalistische Kommunikation braucht, ist damit schon beantwortet. Es ist niemand ausser die Anbieter selber, die auf die letzte Möglichkeit setzen, im Bewegtbild mit Werbung, die man nicht überspringen kann, Geld zu machen.

 

 

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