„… die Unter­schiede zeigten sich nicht nur beim erwart­baren Wider­stand von unten, sondern auch beim Wider­stand von oben: im Ausstieg aus der Posi­tion der Unter­drü­ckung. …“

 

… Der polni­sche Künstler Artur Żmijewski hat 2005 auf der Bien­nale in Venedig das berühmte Stanford-Prison-Experiment des ameri­ka­ni­schen Psycho­logen Philip Zimbardo reenactet. Ihn inter­es­sierte damals, ob sich die Probanden von ihrer vorde­fi­nierten Rolle lossagen können, um eigene Entschei­dungen zu treffen. Deshalb wollte er das ursprüng­liche Expe­ri­ment nicht einfach wieder­holen, sondern als Expe­ri­ment in der Kunst unter anderen Bedin­gungen noch einmal „über­prüfen“.

Um es vorweg­zu­nehmen: Żmijewski kam zu einem anderen Ergebnis als Zimbardo. Und die Unter­schiede zeigten sich nicht nur beim erwart­baren Wider­stand von unten, sondern auch beim Wider­stand von oben: im Ausstieg aus der Posi­tion der Unter­drü­ckung. Das ist ein Blick auf Macht, den wir gerade gut gebrau­chen können, haben wir es doch welt­weit mit einem massiven Konfor­mis­mus­pro­blem zu tun und mit der Frage, wann wer bereit ist, die Reiß­leine zu ziehen. …

 

„Kunst macht sichtbar. …”

 

 

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