Die perversen Zuhälter der Dualität …

 

… oder: Sie sind erst froh, wenn wieder alles in Schutt und Asche fällt

 

Der Heucheleien nicht genug. Es wirkt grotesk, wenn nicht gespielt, dass Facebook erst jetzt für Empörung sorgt – und offensichtlich nur deshalb, weil Trump angeblich von deren Geschäftsmodell profitiert hat. Barack Obamas Leute haben für den Wahlkampf von 2012 genau das Gleiche getan – mit dem einzigen Unterschied, dass sie fünf Mal mehr Daten gesammelt und für ihre politischen Zwecke genutzt hatten. Nicht ohne Stolz erzählte Carol Davidsen, die Leiterin dieser perfekt organisierten Bemühungen im Obama-Wahlkampfteam: «Facebook war überrascht, dass wir es fertiggebracht hatten, die vollständigen sozialen Profile [auf Facebook] abzusaugen, doch sie hielten uns nicht davon ab, als sie das merkten.» Auf Englisch sprach Davidsen vom «social graph», einem Schlüsselbegriff im Geschäft von Facebook, es handelt sich um das möglichst detaillierte Profil eines Nutzers, wo alles, was ihn persönlich betrifft, vermerkt ist, damit ein Werber ihn gezielt ansprechen kann. Hinterher, das sagte Davidsen ebenfalls öffentlich, seien die Manager von Facebook «sehr ehrlich gewesen und hätten zugegeben, dass sie uns erlaubt hatten, Dinge zu tun, die sie niemandem sonst zugestanden hätten, doch, so beteuerten sie, hätten sie das zugelassen, weil sie auf unserer Seite standen».

 

 

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