„Die Entmachtung der Staatsbürger war zu einem Gutteil selbst gewollt.“

 

… oder: Ein gedankliches DENK-mal — DANKE …

 

Die Mitglieder der Weissen Rose „erlagen dem Trugschluss, noch viel mehr Deutsche stünden auf ihrer Seite“. Sie merkten bald, dass sie ziemlich allein waren. „Es wäre falsch, sich das Volk als Geisel Hitlers vorzustellen“, schreibt die Historikerin Gebhardt. „Die Entmachtung der Staatsbürger war zu einem Gutteil selbst gewollt.“ Ein grosser Teil der Deutschen habe Hitler „ganz bewusst den Steigbügel gehalten“. Die massiven Übergriffe auf Juden „lösten höchstens ein öffentliches Kopfschütteln, aber keinen lauten Protest aus“.

Die Mitglieder der Weissen Rose hatten gehofft, in der Universität würden viele mit ihnen sympathisieren. Zwei Tage nach den Hinrichtungen versammelten sich viele Studenten im grossen Vorlesungssaal der Münchner Uni. Ein Gau-Studentenführer nannte die Enthaupteten „ehrlose und niederträchtige Gesellen“. Darauf brach im Auditorium Jubel aus. „Hunderte Studierende johlten und trampelten Beifall …“

 

Siehe auch: „…, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist …

 

 

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