„Die bewaffneten Tauben von Europa“

 

… Die ersten, die eine Stärkung der NATO wollen, vor allem eine anti-russische, sind jetzt die europäischen Regierungen der Allianz, die sich doch im Allgemeinen in „Tauben“-Gewand zeigen. In der Tat fürchten sie, überwältigt oder an den Rand gedrängt zu werden, wenn die Trump-Verwaltung direkte Verhandlungen mit Moskau eröffnet.

Die Regierungen des Ostens sind besonders aktiv. Warschau begnügt sich nicht mit der 3., von der Obama-Regierung nach Polen gesendeten Panzerbrigade und fordert von Washington, durch den einflussreichen Kaczynski vermittelt, von dem „nuklearen Schild“ der USA beschützt zu werden, d.h. auf Russland gerichtete amerikanische Atomwaffen auf seinem Boden zu haben.

Kiew hat die Offensive im Donbass gegen die Russen der Ukraine entweder durch Bombardements aktiviert, oder durch die systematische Ermordung von Führern des Widerstandes mit Attentaten, hinter denen auch westliche Geheimdienste stecken. Zur gleichen Zeit verkündete Präsident Poroschenko ein Referendum für den Beitritt der Ukraine zur NATO.

Und es war der griechische Premierminister Alexis Tsipras, der selbst Hand anlegte: mit einem Staatsbesuch in Kiew am 8. und 9. Februar, drückte er Präsident Poroschenko eine „starke Unterstützung von Griechenland“ aus, „zur Souveränität und territorialen Unversehrtheit und Unabhängigkeit der Ukraine“ und dementsprechend das Nichtanerkennen dessen, was Kiew die „illegale russische Annexion der Krim“ nennt. Die Tagung, sagte Tsipras, wird den Grundstein für „jahrelange enge Zusammenarbeit zwischen Griechenland und der Ukraine“ legen, und helfen „Frieden in der Region zu erreichen“.

 

… und: Europa ist ’nur‘ das ‚Basic-Camp‘ – für weltweite Kreuzzüge:

 

… In den Kelley Barracks im Stuttgarter Stadtteil Möhringen befindet sich eine der weltweit wichtigsten Befehls-Zentralen der USA: Das 2007 errichtete US-Einsatzführungskommando für den afrikanischen Kontinent (Africom). Von Stuttgart aus werden alle militärischen und strategischen Operationen in Afrika geführt. Die 1500-Mann-starke Kommandozentrale ist Teil der langfristigen Afrika-Strategie der Vereinigten Staaten, die auf Rohstoffsicherung und das Zurückdrängen Chinas zielt.

In den zehn Jahren seit der Gründung von Africom ist das Ausmaß der Entsendung von US-Spezialeinheiten auf den afrikanischen Kontinent ständig gestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 – ein Jahr vor Gründung von Africom – wurde nur ein Prozent der weltweit eingesetzten US-Kommandotruppen in den Operationsbereich des US Africa Command entsandt. Im Jahr 2016 waren es hingegen bereits 17,26 Prozent aller ins Ausland entsandten US-amerikanischen Spezialeinheiten – unter ihnen auch Navy Seals und die so genannten Green Berets.

Die Zahlen basieren auf Informationen, die das „US Special Operations Command“ (USSOCOM) Ende Dezember 2016 an das Portal The Intercept übermittelt hatte. Damit rangiert Afrika global an zweiter Stelle, übertroffen nur vom Mittleren Osten.

Allein zwischen 2014 und 2016 – so Intercept – stieg die Zahl der US-Kommandos auf afrikanischem Boden von 700 auf 1700. Diese Spezialeinheiten seien in 33 afrikanischen Staaten im Einsatz gewesen – das entspricht 60 Prozent der insgesamt 54 diplomatisch anerkannten Staaten des Kontinents.

 
 

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