„… Deutschland hat seinen Wesenskern verloren. …“

 

Es ist wohl kein Zufall, dass die vielen Zeichen der Entsolidarisierung in der deutschen Gesellschaft und die vielen Zeichen des Zerfalls, des Nichtfunktionierens, gleichzeitig auftreten und sich verstärken.

Deutschland hat seinen Wesenskern verloren. Am deutlichsten ist das sicherlich am Ergebnis der Bundestagswahl vom 24. September abzulesen, am Herumgeeiere mit Jamaika, am Showdown für die GroKo, am Machtkampf zwischen Söder und Seehofer.

Was fehlt, ist ein nationaler Konsens.

Er fehlt überall. Auf allen Politikfeldern. Er fehlt zwischen den politischen Parteien, er fehlt aber auch im außerparlamentarischen Raum. Der Blick richtet sich weder auf die erkennbaren Notwendigkeiten, noch auf die gangbaren Lösungswege. Eine unheilige Allianz aus Opportunisten, Kleingeistern und lautstarken Minderheiten zieht Deutschland in einer Art närrischer Polonaise hinter sich her, und alle, die sich da vollkommen enthemmt einreihen, die – auf den Tischen tanzend – das Porzellan zerschlagen, sind überzeugt, das einzig Richtige zu tun. Und dieser Wackelpudding hält sich dann auch noch für den „Stabilitätsanker“ in Europa.

Der Kater wird nicht ausbleiben.

 

 

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