„… der Bote, der sehr schlechte Nachrichten überbringt …“

 

Thierry Meyssan … ist der Bote, der sehr schlechte Nachrichten überbringt: Die westlichen «Demokratien» – welche die Presse fälschlicherweise «internationale Gemeinschaft» nennt, obwohl sie im ganzen nur etwa 8 % der Weltbevölkerung ausmachen –, das heisst die USA, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland, rufen in der arabischen Welt ein Chaos hervor und unterhalten es. Unter dem Deckmantel nobler Ziele (Demokratie exportieren, unterdrückten Völkern zu Hilfe eilen, Krieg gegen den Terrorismus führen) haben sie Afghanistan, den Irak, Libyen, Syrien, den Jemen und Somalia destabilisiert, besetzt und zerstört – um nur von den muslimischen Ländern zu sprechen. Sie sind die wahren Verantwortlichen für Hunderttausende Toter und Millionen Verletzter, Vertriebener, Flüchtlinge und Migranten aus der Zivilbevölkerung dieser Länder. Sie haben die Terroristen, die manchmal auch auf unserem Boden zuschlagen, geschaffen, mit Geld und Waffen ausgerüstet und teilweise auch ausgebildet. Barbaren bei uns, «moderate» Rebellen in Libyen und Syrien – es sind die gleichen Individuen, die im Namen der gleichen Ideologie agieren, die ihren Ursprung bei unseren saudischen und katarischen «Freunden» hat.
Diese wirklich erschreckenden Wahrheiten gehören natürlich zum Unsagbaren: Sie dürfen ganz einfach nicht in den Medien dargelegt werden, und jeder, der dies macht, wird umgehend mit dem Schandmal des «Verschwörungstheoretikers» stigmatisiert, als «Freund der Mullahs und der weltweit-schlimmsten-Diktatoren» verurteilt oder als «Revisionist in Echtzeit» verleumdet. Nichts wirklich Neues: Es gehört von jeher zur Grundlage jeder Kriegspropaganda, den Pazifisten als Verräter zu diffamieren. Seit den Attentaten vom 7. Januar [2015, Charly Hebdo, Paris] und 13. November [2015, Bataclan und Stade de France, Paris] hat sich der Zeiger jedoch leicht bewegt: Es kommt nun manchmal vor, dass echte Fachleute eingeladen werden und sich über den Terrorismus oder die betroffenen Regionen äussern dürfen. Deren Aussagen stehen oft in totalem Gegensatz zur allgemeinen, in den Medien veröffentlichten Meinung und gehen oft in die gleiche Richtung wie die Analysen dieses Buchautors.
Für Thierry Meyssan zählt einzig das in der Charta der Vereinten Nationen verankerte Völkerrecht. Dieses Recht wird von den westlichen Ländern mit Füssen getreten und sowohl von den politisch Verantwortlichen in Frankreich als auch von der Medienwelt («Editokraten») völlig ignoriert.

 
 

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