„… Den Serben dämmert dabei, dass in den letzten dreissig Jahren die Freiheit und Vielfalt der Presse in Westeuropa längst den Bach heruntergegangen sind. …“

 

… genau: Eine Weltwoche 3.0 braucht es auch auf dem Balkan nicht, oder …

 

Der Umstand, dass der amerikanische Botschafter in Berlin, Herr Grenell, zu einem Sonderbotschafter für den Balkan ernannt worden ist, spricht jetzt Bände. Der hochgerüstete amerikanische Verwaltungsapparat scheint Bodenhaftung zu benötigen, weil man jetzt auf dem Balkan nicht mehr auf fromme Sprüche wartet. Man nimmt die Dinge in die eigenen Hände, endlich. Die Launen und Notwendigkeiten in Brüssel, Paris, London und Berlin, von Washington gar nicht zu reden, bestimmen nicht mehr alleine die Wirklichkeit auf dem Balkan. Auch nicht, weil Tirana und Belgrad miteinander reden. Es ist doch offenkundig, dass Priština und Belgrad wegen der Entwicklung der letzten Jahrzehnte sich ineinander verbissen haben oder verbeissen mussten. Warum die Beziehungen zwischen den Albanern und den Serben von den Mafia-Strukturen in Priština abhängig machen? Man kann es doch direkt miteinander.
Vor Ort sind derzeit ohnehin nur europäische Merkwürdigkeiten zu bestaunen. Da redet man in Belgrad über Regeln, die es bei Wahlen geben soll. Dabei sitzen westeuropäische Abgeordnete und Beamte mit serbischen Kräften zusammen und reden über «Pressefreiheit». Den Serben dämmert dabei, dass in den letzten dreissig Jahren die Freiheit und Vielfalt der Presse in Westeuropa längst den Bach heruntergegangen sind. Die Europäer preisen in Belgrad etwas an, das sie zu Hause kampflos den Oligarchen überlassen haben. Was soll man mit solchen Ratgebern anfangen? •

 

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