„Das weltgrösste Konjunktur-Ankurbelungsprogramm“

 

Am Ende werden auch in den USA Arbeitsplätze dank der riesigen Militärausgaben und den Kriegen vernichtet. Vor 32 Jahren veröffentlichten wir die Broschüre „Umstellung der Rüstungsindustrie auf Friedensproduktion“. (*) Mit dieser Publikation traten wir damals der Behauptung entgegen, Abrüstung und ein Verbot der Kriegsmaterialexporte würde Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden. Zahlreiche Autoren haben schon damals nachgewiesen, dass Investitionen in zivilen Bereichen ein Mehrfaches an Arbeitsplätzen als in der Kriegsindustrie ergeben würden. Eine Umstellung der Rüstungsindustrie auf zivile Fertigung würde die Arbeitslosigkeit vermindern und es würden Mittel frei für den Wohlstand aller, auch in den USA.

Immer noch wird auch das Märchen erzählt, die Rüstungsindustrie würde Innovationen begünstigen und die Forschung zur Herstellung von Tötungsgeräten kämen auch der zivilen Produktion zu gute. Lediglich 13 Prozent der in der militärischen Forschung entwickelten Patente in den USA wurden auch kommerziell genutzt, während dies in der zivilen Forschung 54 % ausmacht.

Eine amerikanische Untersuchung zeigte damals auch, dass durch eine Senkung der Rüstungsausgaben um 30 Prozent, die Arbeitslosenquote um 2,1 Prozent verringert würde, wenn die hierdurch eingesparten Mittel für zivile Zwecke ausgegeben würden.
(*) „Umstellung der Rüstungsindustrie auf Friedensproduktion“, Arbeitsgemeinschaft für Rüstungskontrolle und ein Waffenausfuhrverbot (ARW), Zürich April 1985

 

 
 

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