„… Das klima­po­li­ti­sche Schwarz­pe­ter­spiel ist kohä­rent mit der Ideo­logie einer west­li­chen, euro­päi­schen und ameri­ka­ni­schen Hege­monie über den Planeten …“

 

… oder: „… Die Furcht vor der Freiheit …” ablegen — und dem Hegemon ‚auf den Zahn fühlen’ …

 

… Das klima­po­li­ti­sche Schwarz­pe­ter­spiel ist kohä­rent mit der Ideo­logie einer west­li­chen, euro­päi­schen und ameri­ka­ni­schen Hege­monie über den Planeten und der scheinbar selbst­ver­ständ­li­chen Verfü­gungs­macht über dessen Ressourcen, wie sie neoli­be­rale Eliten (und ihr popu­lis­ti­sches Fuss­volk) zurzeit an vielen Fronten vertei­digen. Sie müssen sich wehren gegen die Infra­ge­stel­lung ihrer wirt­schaft­li­chen Macht­po­si­tion, weil „andere“ – aufstre­bende, konkur­rie­rende benach­barte Nationen oder besser quali­fi­zierte Migrant_innen und Fach­kräfte aus anderen Welt­re­gionen – sie in ihrer technologisch-finanziellen Potenz bedrängen. Sie müssen aber auch ihre Verfü­gungs­macht über fossile Brenn­stoffe vertei­digen, eine stra­te­gi­sche Posi­tion, die ihnen zu billiger Energie verhilft und ihnen erlaubt, die verur­sachten Kosten zu exter­na­li­sieren, also „anderen“ aufzu­bürden, während sie ihre mono­po­lis­ti­sche Markt­si­tua­tion gegen erneu­er­bare Ener­gien absi­chern in Kartellen, Versor­gungs­ketten, Abhän­gig­keiten. Diese Vertei­di­gung fossiler Brenn­stoffe verrät eine gera­dezu libi­di­nöse Objekt­be­set­zung; und dieses begehrte Objekt wider­steht deshalb so erfolg­reich aller ratio­nalen Kritik, weil es in den mannig­fa­chen Arte­fakten unseres tägli­chen Lebens inkor­po­riert ist: im schnit­tigen Auto­mobil und im Handy, im verlo­ckenden Flug­ti­cket nach Süden und in der Salat­schüssel aus Kunst­stoff. Ein alltäg­lich gewor­denes, medial fort­ge­schrie­benes Narrativ, das die (falsche) Gewiss­heit zemen­tiert, dass fossile Brenn­stoffe, Wohl­stand und Glück untrennbar zusam­men­ge­hören.

 

Siehe auch: „Sein oder Nicht sein …  To be or not to be …

 

 

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