„Das Breitscheidplatz-Prinzip“

 

Und doch: Gerade weil wir Deutsche gezwungen sind, extreme Gewalterfahrungen zu unserer Geschichte zu zählen, wissen wir mehr als andere, wohin blinder Hass, willkürliche Ausgrenzung und ideologische Verblendung führt. Und warum wir das ablehnen.

Auf diese Erkenntnis können wir stolz sein, zu Recht. Stolz ist von Vorteil für die Gemeinschaftsbildung. Diese Erfahrung taugt für ein „Wir-Gefühl“, kollektive Selbsterneuerung und „Schwarz-Rot-Gut“. Übrigens ohne nationale, religiöse oder sonst welche Vorbehalte zur Eintrittskarte zu machen. Denn andere können diesen Lernschritt nicht nur mit uns machen, sondern sind dazu eingeladen und willkommen. Das ist das Breitscheidplatz-Prinzip. Seine Umsetzung bedeutet Friede auf Erden – jedenfalls dort, wo wir es leben.

 

 

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