Archiv der Kategorie ‘Grenzüberschreitungen, oder …‘

 
 

„… Nun muss sich der im Krisenfieber dahinsterbende Koalitionspartner SPD zur neu gekürten CDU-Chefin verhalten. …“

 

Während die Parteilinke auf Merz hoffte, um ohne Gesichtsverlust aus der ungeliebten Koalition aussteigen zu können, steht das Gefühlsbarometer bei der Führung auf Erleichterung: Solange es geht, tummelt man sich weiter in einer imaginären Mitte und schiebt den (Wahl-)Tag der Wahrheit hinaus. Möglich, dass dieser mit den drei Landtagswahlen im nächsten Jahr bevorsteht. Möglich auch, dass Merkel dafür dann die Verantwortung übernimmt und sich als Kanzlerin zurückzieht. Dann stünde der Weg frei für eine schwarz-grüne Koalition. Und für die Opposition eine Sammlung der «Irgendwie-Linken», die hoffentlich mehr ist als die Sammlungsbewegung à la Sahra Wagenknecht.

(Hervorhebung G.Thr.)

 

 

„… Doch die Folgen sind eine gefährliche Eintrübung des politischen Klimas und der Wahrnehmung der Voraussetzungen für Frieden und Freiheit der Nationen.“

 

… Gefährdete Demokratien

Mitschuldig an dieser Entwicklung sind – zumindest in einigen Fällen – die etablierten, alten politischen Parteien, die oft zu selbstgefällig, verkrustet, wenig innovativ und zukunftsgerichtet, dafür selbst gelegentlich ideologisch geworden sind. Einst Träger und Repräsentanten politischer Streitkultur und wirtschaftlicher Neuorientierung,  bewirtschaften sie seit Jahrzehnten die gleichen alten Fragen und innerparteilichen Hierarchien – im Volk hat man das längst realisiert und ist deshalb offen für Alternativen.

In diese Lücke sind Facebook & Co. vorgeprescht. Dort sind es mit Vorliebe Themen wie Zuwanderung, kriminelle Flüchtlinge, böse EU, die beim Publikum Aufregung, Wut, Angst oder Hass erzeugen. Es erstaunt dann wenig, dass es die trügerisch einfachen Antworten und Versprechen der Populisten für bare Münze, die Ankündigung einer besseren, persönlichen Zukunft als politische Wende-Verheissung hält. Dieses Verhalten ist sogar teilweise verständlich. Doch die Folgen sind eine gefährliche Eintrübung des politischen Klimas und der Wahrnehmung der Voraussetzungen für Frieden und Freiheit der Nationen.

 

Zu „Facebook & Co.” hier mehr …

Zu der Deutschen absolutem Lieblingstier hier mehr …

 

 

«Das ist, wie wenn deine Frau beim Sex im Moment des Orgasmus den Namen eines anderen ruft.»

 

Das genau glauben wir dem Herrn Köppel sofort …

 

Der Mann ist schon interessant. —

 

…, helfen wir ihm bei seiner Suche nach Heimat. Das ist Ehrensache.

 

G.Thr.

 

 

Schweizer Kapitäne sind zweifelsohne die allerbesten, oder …

 

Deeskalation seitens der EU: ja. Dass aber Russland eine erneute Volksabstimmung auf der Krim zuliesse, scheint mir weit hergeholt. Es wäre klüger, zu akzeptieren, dass die Krim weiterhin russisch bleibt, da es keinen Plan gibt, dies auf akzeptable Weise zu ändern.
Wichtiger scheint mir, dass die EU den Fehler nicht wiederholt, den sie beim Meereszugang schon einmal gemacht hat, beim EU-Beitritt Kroatiens. Kroatien hatte sich in seiner Geschichte einen grossen Teil der östlichen Balkanküste unter den Nagel gerissen, zum Schaden von Serbien (das ohne Montenegro keine Küste mehr hat), von Bosnien-Herzegowina (das nur dank eines österreichischen Kaisers 20 km Küstenlinie hält) und von Slowenien, dessen Schifffahrt vor 47 km Küste teilweise von Kroatiens Goodwill abhängt. Zu recht hatte Slowenien sein Veto gegen den EU-Beitritt Kroatiens erklärt, und zu unrecht hatte die EU Slowenien unter Drucke gesetzt und die Lösung des Zwists durch ein Schiedsgericht versprochen – ein Gericht, von dem sich Kroatien unrechtmässig verabschiedet hat, als sich abzeichnete, dass Slowenien Recht erhielte. Hätte Slowenien an seinem Veto festgehalten, hätte Kroatien freie Schifffahrt zugestehen müssen, was es heute noch immer verweigert. 
Die Situation im Asowschen Meer ist vergleichbar, und es ist absolut unhaltbar, dass Russland seinem Nachbarn die Schifffahrt zwischen ukrainischen Küsten untersagen will. Wenn die EU ausgerechnet hier nachgäbe, würde der Konflikt auf lange Sicht unlösbar.

( Aus dem Forum dazu )

 

 

„Kolonialwaren – Erfolg wider den Mainstream“

 

… oder: Bodenständigkeit ist angesagt(!!!) …

 

Nur Pfeffersäcke und anderes Gedöns sehen das anderscht, oder …

 

G.Thr.

 

 

„Die heikle Vision einer Grande armée der EU“

 

Deutsch und deutlich: „Es ist ein Marsch in die falsche Richtung. …

 

 

Alle Affen machen nach …

 

Denkste!!!

 

 

„… Das gab dem Wortverbrecher Gellermann die Gelegenheit, dem Gericht und dem Zeugen erneut deutlich zu machen, …“

 

dass er den Artikel der SZ zu den möglichen Russlandverbindungen des US-Präsidenten für schlechten Journalismus, letztlich für politische Propaganda, hält. Präzis erklärte er vor Gericht, dass der Artikel der SZ im Kern auf einem Geheimdienst-Dossier basiere, Geheimdienste aber nun mal nur Interessen von Politik und Militär wahrnehmen, also kaum verläßliche Informationen für Zeitungsleser liefern.

 

Ja, was kann man noch lesen in diesem germanophilen Schmierfinkentheater!?

 

G.Thr.

 

Siehe auch: „Wie sich der Vorwurf der Beleidigung eines SÜDDEUTSCHEN-Journalisten als u.a. postfaktisches Arschloch in Luft auflöst

 

 

Stimmt ab mit „Ja“, liebe Schweizer!

 

…  —,  um des Menschen willen!!!

 

Auch wenn man die Paral­lelen nicht so weit treiben will, so ist doch unbe­stritten, dass die Kühe und das Verhältnis Mensch-Tier sich funda­mental verän­dert haben. Die Charak­ter­kühe, die vom Bauern mit Namen gerufen werden, sind numme­rierten, apathi­schen, wie sediert wirkenden Tieren mit leerem Blick gewi­chen, am Hals tragen sie anstelle einer Glocke einen Trans­ponder, der über einen Computer die Nahrungs­auf­nahme über­wacht. „Das Band zwischen Mensch und Tier“, so Kathan, „ist endgültig gerissen.“ Die tech­ni­sche Anlage wirkt leben­diger als die Lebe­wesen, die sie verwaltet. Kathan sieht darin „eine histo­ri­sche Schnitt­stelle, an der das Maschi­nelle zuneh­mend lebendig und das als lebend Verstan­dene den Gesetz­mäs­sig­keiten der Maschine unter­worfen wird“. …

 

 

Da kann ja jeder Kuhjunge kommen: „Voraussetzungen nicht erfüllt: Die Uni Basel ist offiziell draußen. …“

 

Die Hochschule hatte sich vergebens um eine Bewerbung zur „Europäischen Universität” bemüht.

 

Zu „Bildungsreformen” hier mehr …

 

 

Was steht im UN-Migrationspakt?

 

Was steht drin? Wer es wirklich wissen will, kann die 36 Seiten unter folgendem Link selber lesen:

https://www.un.org/pga/72/wp-content/uploads/sites/51/2018/07/180713_Agreed-Outcome_Global-Compact-for-Migration.pdf

 

 

„… Frau von der Leyen gibt gerade eine Lektion über den Nutzen dieser offenen Grenzen: Innovativ nur für die Rüstungsprofiteure. …“

 

… oder: „… kein Asyl mehr geben.” ‚besser’ als Vertreibung: Mutti go home!

 

Die Gemeinschaft jener, die der Nation den Krieg erklären, ist erstaunlich: Von den reaktionären NATO-Lovern der AfD, über die gutbürgerlichen Vorzeige-Frauen der CDU bis zu jener links-grünen Szene, die es sicher total gut meint, wenn sie die Verschrottung der Nation zugunsten neuer Modelle preist. Ja, es gäbe da noch den neuen Staat, der sich im Ergebnis eines revolutionären Aktes auf den Internationalismus der Werktätigen gründet. Und bevor der kommt, drehen wir Däumchen? Verschweigen wir vornehm, dass es im Interesse der diversen Nationen ist, keine Kriege zu führen, keine Waffen über die Grenzen zu schicken? Gar Grenzen als bloße Werkzeuge zu begreifen, statt sie als Fetische in einer haltlosen Debatte zu benutzen?

Im Krieg gegen die Rüstungspaläste ist jede Waffe recht. Sogar das Instrument Nation, das aufgehoben werden wird, wenn die Proletarier aller Länder die Grenzen ihrer Beschränktheit geöffnet haben und den von der Leyens in ihren Nationen kein Asyl mehr geben.

 

Siehe auch: „‚Krankhaft’ überrüstete Nato” …,

… „… Über Gräber vorwärts, zu neuen Untaten.”…,

… „… fliesst immer mehr Kapital in den Militärisch-Industriellen Komplex …

 

 

„… Die Linken werden demnächst von der Schweiz fordern, das weiße Kreuz aus ihrer Flagge zu entfernen, weil es zu christlich ist. …“

 

Bezeichnend, dass von den Veranstaltern ausdrücklich gefordert wurde, keine deutsche oder europäische Fahne zu zeigen. Die Linken werden demnächst von der Schweiz fordern, das weiße Kreuz aus ihrer Flagge zu entfernen, weil es zu christlich ist. Was bleibt?

( Aus dem Forum dazu )

 

Roger Köppel, was sonst …

 

G.Thr.

 

 

„… sollten wir also statt Krieg zu treiben, die Brücken zwischen den Welten wieder­auf­richten. …“

 

also: Brückenbauer sein …, aber wirklich und nicht nur theoretisch, oder …

 

G.Thr.

 

 

„Die Illustration dieses Artikel als perfide zu benennen ist erheblich zu höflich. …“

 

Hinterfotzigkeit in höchster Potenz.

( Aus dem Forum dazu )

 

Siehe auch: „Was Bullshit-Jobs mit Sadomasochismus zu tun haben

Stichwort: „Identität” …

Stichwort: „Kairos” …

 

 

KenFM??? — Ihhhbääää(!!!), oder …

 

Mit Unverständnis haben einige Freunde und Kollegen (Frauen und Männer) auf meinen Auftritt bei Ken Jebsen reagiert.

„Das Establishment hat ein Riesenproblem mit dem, was man echte Meinungsfreiheit nennt, und es hat die Medienrevolution nicht verstanden. Der Staat, seine kontrollierten Presseorgane, die so gut wie nie gegen, sondern immer nur im Sinne der besitzenden Eliten berichten, all diese Herrschenden haben immer noch nicht realisiert, dass ein verlorenes Meinungsmonopol (…) sämtliche Machtstrukturen durch den Wolf dreht“ (Bröckers 2016: 208). Hier irrt Ken Jebsen. Das Establishment hat verstanden, um was es geht. Es schließt die Kommentarspalten (vgl. Meyen 2018b), es fährt Kampagnen gegen Fake News, Hate Speech, Verschwörungstheorien ( „Sprachregelungen und Kampfbegriffe“, bei denen es um die „Deutungshoheit“ geht, Schreyer 2018: 179), es versucht, Facebook und Co. zu kontrollieren. Und es spricht Kontaktverbote aus. Ausgang offen.

 

 

„… Aber so eine Geste als Gruss an die Heimat der Eltern lässt die Schweizer Bünzlis überbeissen. …“

 

Man kann nur den Kopf schütteln.

( Aus dem Forum dazu … )

 

Träumen wir weiter von €uropa – oder besser: Europa, oder …

 

G.Thr.

 

 

„…, dass das Völkerrecht offenbar nicht für alle Staaten Gültigkeit besitzt …“

 

oder: Ein Liebesgedicht für Caren Miosga

 (Überschrift aus dem Forum dazu …)

 

Siehe auch: „… So wird das Völkerrecht zu Grabe getragen.

 

 

„… diese Verbindung ‚Deutschland – Hitler‘, die müsste man kappen und man müsste machen ‚Deutschland – Goethe‘. …“

 

So ist es!

Aber dem unterirdischen „Mainstream” bliebe dann ja vollends die Luft weg …

(Man beachte deshalb auch genau das 1. Flugblatt der Münchner Weissen Rose …)

 

G.Thr.

 

Siehe auch: „Das Drama Ehec – und Goethe …

Zum „unterirdischen Mainstream” hier mehr …

 

 

Nicht Zerstörung, sondern Aufbau Europas ist das weltbewegende Thema …

 

SICAMM – Internationaler Verband zum Schutz der Dunklen Biene

 
 

„Unsere“ Nazi-Weiber im WaldorflehrerInnen-Gewand …

 

… – müssen, karmisch ganz folgerichtig und konsequent in den Untergang, mit jedem ‚Böckchen koalieren‘. Manchmal stellt der ‚Bock‘ sich auch als etwas kapitalerer, toller ‚Hirsch‘ heraus:

Ein Bordellbetreiber mit Kindern in der Waldorfschule.1

Den in ‚Waldorfkreisen‘ gängigen selbstgezimmerten „Lebenslügen als Krücke“ wird dies mangels dort vorhandener Intelligenz keinerlei Abbruch tun …2

UND: Weitere Karmabetrachtungen sind auf dem Beliebigkeits-‚Niveau‘ von ‚WaldorflehrerInnen‘ wie der u.a. hier genannten – und davon gibt es viele, sehr viele(!) – nicht nötig, weil nicht möglich.

„Diese Kreise“ tun dann ‚danach‘ immer ‚ganz verwundert‘ und künstlich empört über Headlines wie „Die Freie Waldorfschule M. und der völkische Aktivist …“ und ähnliche Neo-Nazi-‚Schlager‘ …

Wenn deren kollektive „Waldorf“-Dummheit schreien würde, müßten diese ‚Schulhäuser‘ zum Schutz der Bevölkerung mit Lärmschutzwänden umgeben werden …

 

Gunther Thriene

 

1) Die De-Facto-Zuhälterei des deutschen Staates, also seiner Polit-Kaste – hierbei wie selten einmütig als entspränge sie genetisch unisono einem NS-KZ-Puff -, wird ausgezeichnet hier dokumentiert: „Sex – Made in Germany: Prostitution und ihre Profiteure“ wie – s.o. – auch Waldorf: Was, bitteschön, wird eine „staatliche Waldorfschule“ dann wohl sein?

2) Verräterisch diese Überschrift: „Zum ersten Mal in Deutschland: Waldorf mit staatlichem Segen“ – Wer dieses Polit-„Segens“ wohl bedarf!?! – Ganz gewiss die Nazi-Böcke im Waldorflehrer-Kostüm – und das nicht erst seit gestern …

 

„Der Amok-Komplex – oder die Schule des Tötens“ …

 

Phänomene des nahezu vollkommenen Versagens unserer (Bildungs-)“Eliten“, die „Bildung“ phrasenhaft oft im Munde führen, fast jede Staatsschule spricht heutzutage schon vom Bauzustand her eine ganz andere Sprache, – und de facto Krieg und Zerstörung meinen, beschreibt wie gewohnt akribisch recherchiert Ines Geipel in ihrem neuen Buch:

(Verlagstext – dort ausführlicher): Eine brennende Zeitdiagnose über die mentalen Ursprünge dieser Form von Jugendgewalt

Ist der Amoklauf Teil unserer westlichen Gesellschaft und was verbindet die Taten der jungen Todesschützen weltweit? Ines Geipel stellt fünf exemplarische Orte ins Zentrum ihrer vielschichtigen Recherchen – darunter auch die drei Amokläufe in Deutschland: Erfurt, Emsdetten, Winnenden.

Junge Amokschützen lernen voneinander: Die »Schule des Tötens« erstreckt sich vom australischen Port Arthur bis zum norwegischen Utoya. Die drei deutschen Tatorte Erfurt, Emsdetten und Winnenden stellt Ines Geipel in den Kontext der weltweiten Geschichte des Amok­laufs und sie zeigt, wie diese neue Form der Gewalt aus der Mitte un­serer befriedeten westlichen Gesellschaften herausbricht. Was treibt junge Amokläufer an? Warum sind Waffen noch immer so mühelos verfügbar? Wie schützt die Polizei, was klärt die Politik, wer ist für die Hinterbliebenen da? Unveröffentlichte Akten und Materialien, Gespräche mit Augenzeugen, Angehörigen und Experten geben tiefe Einblicke in den Amok­Komplex.

Chronologie der Amok-Läufe
April 1996:
Port Arthur/Australien
April 2002:
Erfurt, Gutenberg-Gymnasium
April 2006:
Emsdetten, Geschwister-Scholl-Realschule
April 2009:
Winnenden, Albertville-Realschule
Juli 2011:
Utoya, Norwegen

 

Ines Geipel
„Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens“
Stuttgart  2012

 

       Der Titel scheint heftig, aber ist er es auch? – Ein Zitat aus dem Jahre 1928 (!!!) belegt bis in die z.T. identische Wortwahl hinein deutlich, daß der wirtschaftlich-politische Mißbrauch der Kindheitskräfte gerade hier auch in Mitteleuropa eine tragische Tradition hat:

… Es schwand aber diese Stimmung sogleich in denjenigen Zusammenhängen, in welchen ich mich abstrakt amtlich einregistriert empfand. Da legte sich mir ein Alp auf die Seele, ein betäubender Schatten zog herauf, der Furcht erzeugte, der Lebensfreude tötete. Der erste derartige Kerker war die Schule. Bis zur Mittelschule war ich nicht vom Lernen, aber vom offiziellen Lernen verschont und empfinde es heute noch dankbar, daß es so war; aber dann war es ein Martyrium, dem ich mich zwar unterwarf, daß mich aber nicht förderte, sondern individuell zu töten versuchte. Ich fühlte, daß die Weisheit der Welt so nicht an den Menschen herangebracht werden kann, daß sie auf andere Art und anderswo zu finden sein müsse. Ich konnte es nicht formulieren, aber die Gemütsstimmung war doch die, daß man die Weisheit der Welt absichtlich verbergen will und dazu die Kerker erfand. Ich fühlte mich in etwas stehend, was die Weltentwicklung in dieser Art nicht mehr will, was die Weltentwicklung aufhält und was ihr entgegenarbeitet. Später war es dann der militärische Beruf, die Kaserne …

Aus: Ludwig Polzer-Hoditz, Das Mysterium der europäischen Mitte, Stuttgart 1928, Seite 7

 

Was also entwickeln wir? Die Banalität des Freiheitsbegriffes gewisser Staatsoberhäupter!? – Oder was!?

 

Gunther Thriene

 

 

Ein Rudolf-Steiner-Lehrer liebt seine Schüler …

 

… selbstverständlich …

 

Zwei hübsche Beine diese Woche in Berlin. Und das ganz ohne Fussball-Unterricht in der Schule …

 

platonisch

 

 

Der Hehler ist auch ein Stehler …


Wer CDs mit Bankgeheimnissen ankauft, sollte sich doch einmal fragen, warum die Menschen hierzulande so ungerne Steuern zahlen.

Das sind nämlich wirklich keine ‚Einzelfälle‘: Vor der EURO-Einführung waren Hundertschaften von deutschen Polizisten z.B. in Konstanz am Bodensee damit beschäftigt, tausende Deutsche am Geldtransfer in Tüten und Taschen in die Schweiz zu hindern:

Wie kommt es, dass es diesen Polizeistaat überhaupt so braucht – und der Bürger – wie in der Schweiz die Regel – eigentlich anstandslos ‚dem Kaiser gibt, was des Kaisers ist‘ … An ein paar Prozentpunkten allein kann das nicht nur liegen …

HALLO, denkt da jemand!?


Gunther Thriene



Monte Verità – oder: Bilder und Gegenbilder


Eine Ausstellung zum Thema „Freie Liebe und Anarchie. Schwabing – Monte Verità. Entwürfe gegen das etablierte Leben“ zeigte die Monacensia (Maria-Theresia-Straße 23 in München- Schwabing) vom 1. Juli bis 13. November 2009.


Hans Arp: "Roue Oriflamme" oder "Goldflammendes Rad"

Hans Arp: „Roue Oriflamme“ oder „Goldflammendes Rad“


Dazu schrieb die Siebenbürger Zeitung u.a.:

… Der Berg hatte sich gewandelt. Was als lebensreformerische Praxis begonnen hatte – Vegetarismus, Nacktkultur, freie Liebe, Selbstarbeit, Gartenbau, Gleichberechtigung der Frau, Abbau von Herrschaft –, suchte nun seine geistige Verankerung in Theosophie, Anthroposophie, Philosophie, Dichtung und Kunst. Ida Hofmann etwa, zunächst Feministin und Darwinistin, mauserte sich zur Theosophin und Freimaurerin. Gusto Gräser ging seine eigenen Wege. Sein Aufenthalt auf dem Berg dauerte nicht allzulang. Die „vernünftigen“ Anpasser, die Kompromissbereiten warfen ihn hinaus. Gusto wanderte weiter als der wandelnde und leibhaftige „Berg der Wahrheit“. Andere, die Sesshaften, eben jene, die meinten, in einer maßvollen Anpassung ans Übliche Sicherheit zu finden, gingen zugrunde. So auch Karl, der sich ein Besitztum schuf und seinem aus dem Haus vertriebenen Bruder Gusto schrieb: „Dein Streben scheint mir nicht schlecht, im Gegentheil, aber himmelschreiend maßlos und darum eitel, unwahr, unwirklich. Ohne Besitz kannst Du ja nicht leben. Du bist ein von Schönheit und Güte Besessener.“

Karl starb vierundvierzigjährig im Irrenhaus, seine Lebensgefährtin Jenny Hofmann starb im Irrenhaus. Der verbürgerlichte Bruder Ernst starb sechzigjährig an Krebs. Ida Hofmann starb zweiundsechzigjährig in Brasilien. Nur der besitzlose, allseits verachtete und vertriebene Gusto überlebte, wurde trotz äußerster Not in ungeminderter Schaffenskraft achtzig Jahre alt. Der Aufstieg zum Monte Verità war kein Spaziergang gewesen, die Suche nach neuen Lebensformen forderte ihre Opfer. Die Wenigen, die sich diesem „Narrenhaus“ zu nähern wagten, die Dichter, Denker und Künstler, waren klug genug, ihre Besuche und die Wurzel ihrer Erkenntnisse geheim zu halten. Anonym und verschlüsselt, in Gedichten, Romanen und Aktionen, verbreitete sich die Botschaft vom Berg, überlebte im Untergrund und tauchte in den Siebzigerjahren, plötzlich aktuell geworden, wieder an die Oberfläche: als Alternativbewegung, als Umwelt- und Friedensbewegung. Jetzt erwies sich: Die „Narren“ von einst hatten die Zukunft vorweggenommen.

Drei Bücher, die man „Bibeln“ genannt hat, stehen stellvertretend für die Wirkungen, die vom Berg der Siebenbürger ausgingen: Ernst Blochs (des damals noch antibolschewistischen Philosophen) Geist der Utopie, 1917 in Locarno-Monti im Hause Neugeboren abgeschlossen, wurde als „Bibel des Expressionismus“ gefeiert. Hermann Hesses Roman Demian, in dem er seinem Freund und Lehrer Gusto Gräser ein Denkmal setzt, machte als „Bibel der Jugendbewegung“ Furore. Rudolf von Labans Die Welt des Tänzers von 1920, in dem er seine auf dem Monte Verità gewachsene Tanzphilosophie entwirft, galt bald als „Bibel des Ausdruckstanzes“. Drei Grundthemen des Berges sind damit angedeutet: der nie erlahmende Mut zur Utopie, die Suche nach dem eigenen Selbst, die ekstatische Hingabe ans Hier und Jetzt im Bild des zum Tanz begeisterten Leibs.

Gräser, der Unbehauste, Verlachte, der Kriegsdienstverweigerer, der Mystiker, der prophetische Dichter, dessen Werk erst jetzt aus der Versenkung auftaucht – er wird schon heute in Romanen, Gedichten, Liedern, Theaterstücken, Ausstellungen und Filmen als ein Bahnbrecher gefeiert. Man sieht ihn als den „Gandhi des Westens“ oder als „Urvater der Grünen“. In Boston wurde 1993 eine Oper uraufgeführt, in der er „in einer finalen Apotheose durch das von zwei Weltkriegen verwüstete Europa wandert als lebendiger Geist des Widerstands“. Er hat den „Berg der Wahrheit“ nicht nur überlebt, er hat ihn höhergebaut in Wort und Tat.

Hermann Müller


Man ‚google‘ einmal zu Gusto Gräser – und man trifft auf eine ähnliche Symptomatologie wie bei Joseph Beuys etcetc.

Update 2018:… Pierre Ramus steht für einen gewaltlosen Kulturanarchismus, der dahin zielt, bestehende Denkformen in Frage zu stellen, eingelebte Gewohnheiten zu durchbrechen und so den Weg freizumachen für eine wahrhaft humane und konviviale Gestaltung des Daseins. …


Gunther Thriene