„… Auf längere Sicht hat die Monopolisierung der Landwirtschaft Auswirkungen auf die gesamte Welt …“

 

… oder: EU-Landwirtschaftspolitik: Wer braucht das!? Kein Mensch!

 

Auch im eigenen Interesse der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung macht es Sinn, darüber noch einmal nachzudenken. Das traditionelle bäuerliche System in Kleinbetrieben leistet einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Sortenvielfalt, die durch die industrielle Landwirtschaft bereits drastisch geschrumpft ist. Man denke etwa an Kartoffeln oder Tomaten. Von den hunderten Sorten, die in Europa wachsen, werden zum Verkauf in den Läden nur noch wenige angebaut.

Herkömmliche Sorten von Saatgut verhalten sich zu Hochleistungssorten oft wie beim Vieh Mehrnutzungsrassen zur Hochleistungs-Milchkuh: Sie sind zwar weniger ertragreich, dafür robuster und besser angepasst an die örtlichen Gegebenheiten des Klimas und der Erde. Sie brauchen meist weniger Wasser, weniger Dünger und weniger Pestizide.

Die genetische Vielfalt, die bei der Kleinwirtschaft entsteht, ist ein wirksamer Schutz gegen Krankheiten und ein wichtiger Beitrag bei der Anpassung von Pflanzen an neue Umweltbedingungen. Neue, «klimaresistente» Sorten kommen womöglich nicht aus dem Labor, sondern aus diesem weltweiten Pool – wenn er denn durch die neoliberalen Regulierungen des landwirtschaftlichen Weltmarktes nicht schon bald verschwunden ist.

 

Zu „Landwirtschaft” hier mehr …

Zu „Landschaft” hier mehr …

Siehe auch: „… Brüssel, Neoliberalismus und das Feindbild Russland …” …,

… „… wie sehr Subventionen einseitig eine Produktionsweise fördern, die zu schlimmen Konsequenzen führt.

 

 

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