Amok: „… Wozu bilden wir eine Generation von Killern heran(?) …“

 

Betrachtet man jetzt die oberflächliche Berichterstattung in den Massenmedien zu den Ereignissen in Florida, fällt einem der Gegensatz zu den dargelegten wissenschaftlichen Fakten ins Auge. Als Ursachen für den Massenmord werden an erster Stelle die liberalen Waffengesetze genannt und dann Faktoren wie Kindheitstraumata, ungerechte Eltern oder Lehrer, psychiatrische Störungen, Drogenmissbrauch, verschmähte Liebe oder Mitgliedschaft in einem Schützenverein aufgezählt, die alle mehr oder weniger mit verantwortlich sein können, aber nicht ausschlaggebend sind. Doch kein Politiker oder Experte spricht von der Gewalt- und Kriegskultur der transatlantischen „Wertegemeinschaft“, die das Lernumfeld unserer Kinder und Jugendlichen bildet? Weltweit werden Kriege mit verheerenden Folgen für Abermillionen Menschen geführt und Kriegsherren drohen anderen Saaten straflos mit atomarer Vernichtung oder dem Zurückbomben in die Steinzeit, sollten sie nicht willfährig sein und sich dem Hegemon unterwerfen. Die Vorbild-Wirkung für unsere Jugend ist entsprechend fatal.

Dabei sind wir der Mediengewalt im Fernsehen und den Gewaltspielen nicht schutzlos ausgeliefert. Eltern, Erzieher und Lehrkräfte wären gut in der Lage, ihre Kinder und Jugendlichen vor Medienverwahrlosung und sozialer Ansteckung mit dem Gewaltvirus zu schützen und sie für die verdeckten Mechanismen der Manipulation zu sensibilisieren, damit sie das „Spiel“ durchschauen. Dieser Schutz kann durch Aufklärung und restriktive Maßnahmen erreicht werden. Ganz wesentlich ist dabei eine Beziehungsgestaltung durch die Eltern und Lehrkräfte, die die Heranwachsenden stärkt. So können das Kind und der Jugendliche eine seelische Immunität gegen die Überflutung mit Gewaltbildern entwickeln.

Wozu bilden wir eine Generation von Killern heran?

Doch die Realität sieht anders aus: In Deutschland spielen derzeit nahezu 40 Millionen Menschen Computer- und Videospiele. Die überwiegende Anzahl dieser Games sind voller abstoßender Gewalt, die negativen Auswirkungen auf die vorwiegend männlichen Jugendlichen sind drastisch. So konstatierte die Dogenbeauftragte der Bundesregierung bereits im Herbst 2017: „Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren sind pro Woche im Durchschnitt etwa 22 Stunden mit Computerspielen oder der Internetnutzung beschäftigt. (…) 5,8 Prozent aller Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren zeigen mittlerweile ein gestörtes Internet- oder Computerspielverhalten. Sie haben Schwierigkeiten, ihr Spiel zu kontrollieren und zeigen ‚Entzugserscheinungen’ wie Aggressivität, Rückzug vom Alltag oder Depressionen. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, (…)

( Alles und die Anmerkungen im verlinkten Originaltext …  – Hervorhebung G.Thr. )

 

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