Monatsarchiv für Januar 2010

 
 

Der Hehler ist auch ein Stehler …


Wer CDs mit Bankgeheimnissen ankauft, sollte sich doch einmal fragen, warum die Menschen hierzulande so ungerne Steuern zahlen.

Das sind nämlich wirklich keine ‘Einzelfälle’: Vor der EURO-Einführung waren Hundertschaften von deutschen Polizisten z.B. in Konstanz am Bodensee damit beschäftigt, tausende Deutsche am Geldtransfer in Tüten und Taschen in die Schweiz zu hindern:

Wie kommt es, dass es diesen Polizeistaat überhaupt so braucht – und der Bürger – wie in der Schweiz die Regel – eigentlich anstandslos ‘dem Kaiser gibt, was des Kaisers ist’ … An ein paar Prozentpunkten allein kann das nicht nur liegen …

HALLO, denkt da jemand!?


Gunther Thriene



“Omnia ad maiorem Dei gloriam” – “Alles zum größeren Ruhme Gottes” …


… , aber – bitteschön – nur für unseren römischen Kleingeister-’Ach Gottchen’

Und: Wie heisst doch noch einmal diese Kategorie?

Die wollen es mir einfach nicht glauben …


Gunther Thriene



“Die ungeheure Gewalt der Musik”. Goethe und seine Komponisten


… zu o.g. Buch von Norbert Miller findet sich in der FAZ diese Rezension.

 


Reinkarnation im Neuen Testament


Im Jahr 2005 erschien im Schirner-Verlag, Darmstadt, nach 105 Jahren erstmals in deutscher Übersetzung als Taschenbuch das Werk des Theosophen James Morton Pryse „REINKARNATION IM NEUEN TESTAMENT“, das ich ausserordentlich schätze, weil dem Originaltext die Einheitsübersetzung des Neues Testaments von 1980 durch die Übersetzer nachgestellt wurde.

In ihrer deutschen Vorbemerkung schreiben diese:

… Dieses Büchlein über Reinkarnation widmen wir allen Suchern nach dem Sinn des menschlichen Lebens. Seit der Renaissance der Antike … ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema nicht verstummt, sondern innerhalb und außerhalb der christlichen Kirchen immer intensiver geworden.

Mit unseren Erläuterungen im zweiten Teil dieses Büchleins möchten wir mit dem kirchlich seit 553 n. Chr. festgelegten Standpunkt der Ablehnung der Reinkarnationslehre eine Brücke in die Jetztzeit bauen – nicht in Form einer weiteren Auslegung bestimmter Bibelstellen, sondern durch die Herausarbeitung des tiefsten Grundes für die Befreiung aus dem Reinkarnationszyklus (Buddha) oder Transfiguration (Christus), welches Ziel beide verkündet haben.

Dabei gelten sowohl Buddha als auch Jesus Christus als sog. freiwillige Reinkarnationen bereits Erleuchteter, also ohne Karma oder Erbsünde geboren, welcher Vorgang sowohl für den Buddha als auch für den Christus als in der Zukunft wiederholbar gelehrt wird. (Buddha Maitreya; Christi Wiederkehr)

Möge in diesem Sinne hier ein gemeinsamer Weg für Ost und West aufgezeigt sein, wobei die Begriffserklärungen am Schluß und die eingefügten Bilder der weiteren Verständigung dienen sollen, frei von aller Dogmatik und Lehre, hin zum wahren Ziel des menschlichen Lebens, dasselbe in Ost und West. Unterschiede gibt es nur in der Theorie, worauf die vielen Sekten in Ost und West ja wohl zurückzuführen sind; doch Theorie ist die Grundlage der Verständigung, um zu einem einheitlichen Weltbild zu kommen. Symbolik aber spricht dort, wo Worte versagen. Und die Bibel ist voller Symbolik und Gleichnisse.

In der Praxis geht es um den individuellen Weg, der von jedem Menschen selbst gefunden werden muß – auf der Basis der Selbsterkenntnis. Dazu braucht der Mensch, je tiefer er in sich eindringt, immer weniger Theorie oder Exegese durch Gleichnisse, bis schließlich alle Worte Jesu oder Buddhas als direkt zum Jünger gesprochen verstanden und verwirklicht werden. (Mt 13,10-17) …

 

Ein herausgeberisches Kleinod, das Geist vermittelt in weitestgehend vollkommen geistloser Zeit.


Gunther Thriene

 


Denen, die 1989 den Grenzzaun durchschnitten …

 

‘Klingsor von Ungerlant’s – oder Parzivals Europa …

… das ist hier die Frage …

 

 

 

Rainer Maria Rilke: Königslied



KÖNIGSLIED

 

Darfst das Leben mit Würde ertragen,

nur die Kleinlichen macht es klein;

Bettler können dir Bruder sagen,

und du kannst doch ein König sein.

 

Ob dir der Stirne göttliches Schweigen

auch kein rotgoldener Reif unterbrach,-

Kinder werden sich vor dir neigen,

selige Schwärmer staunen dir nach.

 

Tage weben aus leuchtender Sonne

dir deinen Purpur und Hermelin,

und, in den Händen Wehmut und Wonne,

liegen die Nächte vor dir auf den Knien …

 

          R.M. Rilke (1896)

 


Man muss bereit sein, alles zu verlieren …


… PARTITUREN Und wie viel Freiheit bietet der Moment der Aufführung?

GRIMAUD Man muss offen sein für alles, was passieren könnte. Indem du an einem Stück arbeitest, über es reflektierst und versuchst, es mit deinem Herzen zu verbinden, erhöhst du die Chancen, dass das Unerwartete eintreten wird. Das ist auch angsteinflößend. Beim Auftreten versucht man, alles unter Kontrolle zu haben, auf Nummer sicher zu gehen, denn das ist natürlich angenehmer. Aber es ist unkreativ. Man muss in der Lage sein, Risiken einzugehen, und zwar so, dass man bereit ist, alles zu verlieren, nur um das zu gewinnen, was man ohne dieses Risiko nicht erreichen könnte. …

 

ALLES HIER …

 


Freya von Moltke und ihr Lebensgefährte Eugen Rosenstock-Huessy …


Am Neujahrstag 2010 abends verstarb in Norwich/Vermont/USA die 98jährige Witwe des NS-Widerständlers Helmuth James von Moltke. Dort hatte sie von 1960 bis zu dessen Tod 1973 mit Eugen Rosenstock-Huessy zusammengelebt.

Spürt man den Lebenslinien dieser grossen Deutschen etwas nach, so fällt auf, dass auch Eugen Rosenstock-Huessy unbedingt zum geistigen Widerstand gegen die ständige – auch gegenwärtig virulent wieder überaus aktive – politisch-völkische Veruntreuung des Deutschtums zu rechnen ist:

… 1931 veröffentlichte Rosenstock-Huessy in der Zeitschrift Hochland den Aufsatz Das Dritte Reich und die Sturmvögel des Nationalsozialismus [13] Darin führt er den zeitgenössischen Begriff „Drittes Reich“ auf seine Quellen bei dem mittelalterlichen Geschichtstheologen Joachim von Fiore zurück und stellt das politische Konzept des Jungkonservativen Arthur Moeller van den Bruck dar. Er kritisiert die Verwendung dieses zunächst theologischen Begriffes durch den Nationalsozialismus. „Man hat ein Wort der Theologie in die weltlich-staatliche Vorstellungswelt übernommen (…).“ Rosenstock-Huessy wendet sich in dem Artikel gegen die Ideen von 1789. Die Nationalsozialisten stellten einen „Teilstoß eines Nachkriegsaufbruchs unseres Volkes“ dar. Das sei aber nicht der Deutschen eigentliche Aufgabe; vielmehr müsse es eine „Völkerwelt“, ein „christliches Drittes Reich“ geben, in dem die Deutschen die geistige Führung innehätten mit den Ideen Johann Wolfgang Goethes und Friedrich Hölderlins. Er schließt seine Ausführungen mit der Aussage, „daß wir den Glauben der Nationalsozialisten nicht teilen können.“ [14]

Es sind Hinweise, die unbedingt ernstgenommen werden wollen: Hätten solche Menschen in Deutschland, in Europa, in der Welt mehr Gehör gefunden: Wieviel unermessliches Leid wäre der ganzen Menschheit erspart geblieben!?!

Es ist, als wollte die Verstorbene noch in und mit ihrem Tode etwas sagen: “Neujahr habe ich noch erlebt. – Ihr müsst es und alle Zukunft in Liebe gestalten!”

Gunther Thriene

Erika Beltle: Jahresbeginn

 

 

Jahresbeginn

Aufgetan ist das Tor,
und dein Fuss tastet ins Ungewisse.
Niemand geht vor,
aber du fühlst, dich führt eine Spur durch Licht und
Finsternisse.
Niemand geht mit,
aber vertraut ist deinem Ohr ein jeder Schritt.
Wanderer, du gehst immerzu -
weisst du wie weit?
“Zur Ewigkeit -
ohne Rast und Ruh,
auf Erdenwegen dem Ziele zu,
mir immer entgegen…….”

Erika Beltle

 


 

Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung fälschen das Werk Rudolf Steiners

 

Anstatt ihre Arbeit gut zu tun, haben es sich offensichtlich einige ‘Geischter’ in o.g. Sekte zum selbsterklärten Ziel gemacht, das Werk Rudolf Steiners zu verfälschen, – um somit den Menschen Sand in die Augen zu streuen …

… aus einer Rezension bei Amazon.de:

… Der Archiati Verlag hatte nach eigenem Bekunden gute Absichten, als er die Mitschriften der Vorträge aus der Rudolf Steiner GA 136 umformulierte und unter neuem Namen verlegte.
Sicher, die Wertung einer Überarbeitung obliegt dem einzelnen Leser; was ich vermisse, ist ein auffälliger Hinweis bezüglich der Veränderungen im Text. Weder der Bucheinband noch die Artikelbeschreibung lassen auf die am Text vorgenommenen “Verfeinerungen” schließen.

Merksatz für Anthroposophie-Dummies:

So mancher schon schwätzte von Geist – und radierte offenkundig seinen eigenen mehr als restlos aus …


Gunther Thriene