Monatsarchiv für Juli 2009

 
 

Schweizer Mißbrauch der Freiheit


Am 01. August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Sie hat in der Tat einen stolzen Grund zu feiern, hat sie doch das Land und seine Menschen weitestgehend aus jedweden Kriegshändeln über Jahrzehnte, Jahrhunderte herausgehalten, was genialen Geistern wie eindeutig auch z.B. General Gysan zu verdanken ist.

Sie hat ebenfalls eine großartige humanitäre Tradition von Henri Dunant bis zu den zahlreichen Schweizer Familien, die jahraus, jahrein Kinder fremder Länder über Wochen und Monate bei sich aufnehmen, um ihnen einmal zumindest das grossartige Erlebnis einer normalen Welt zu ermöglichen, während anderswo Kindersoldaten ‘gedeihen’ …

Um so erstaunter ist man über Geschehnisse in der Schweizer “Anthroposophen”-Welt: Da treiben z.T. Menschen ein neo-nazistisches Unwesen, das jedweder Beschreibung spottet.

Die Höflichkeit gebietet mir, keine Namen zu nennen. Aber Europa, insbesondere die Schweiz selbst täte gut daran, sich diese – Sgarbi-Bürschli aus Uznach SG als Brecher einsamer Damenherzen ist dagegen ein zu vernachlässigender Fall – schlimmsten Weltkriegstreiber einmal etwas ‘zur Brust’ zu nehmen.


Gunther Thriene

 


Das Neue Mittelalter – oder Dornacher Neonazi”sophie”!?

 

Man muss schon staunen, WAS diese “Anthroposophen” aus den Lebenswerken Goethes und/oder Rudolf Steiners alles so – zu ihrem eigenen Schaden – erlügen und ‘verbasteln’ …


… Muß es vor diesem geisteswissenschaftlichen Hintergrund nicht als dilettantisch und deplaziert betrachtet werden, wenn es seit einiger Zeit in Neunkirchen-Seelscheid in Nordrhein-Westfalen eine heilpädagogische Waldorfschule gibt, die den Namen des Franziskus trägt? In der Heilpädagogik sollen die Kinder trotz ihrer Behinderung ins Leben hineingeführt und nicht zur Weltfremde erzogen werden. Interessant wiederum ist, daß diese Schule aus der Johannes Schule in Bonn hervorgegangen ist. In dieser findet sich eine Lehrerschaft, die, aus der Unkenntnis der Geisteswissenschaft heraus, zu den Anhängern von Georg Kühlewind gehört.

R. Keuler,  Mai 2009


Denken wir einmal ‘positiv’, es sei alles nur ein Missverständnis – oder ‘nur’ das Neue Mittelalter: Peinlich ist es allemal …


Gunther Thriene

 


Goethes Farbe-Ton-Vergleiche …

 

Goethes Farbe-Ton-Vergleiche in der Gesamtdarstellung“, lautet der Titel einer kleinen Schrift von Hilmar Dreßler1. Im Geleitwort dazu schreibt Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer, Universität Heidelberg, Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste:

In seinem Vorbericht zum Briefwechsel Goethes mit Zelter hat Riemer 1833 bemerkt, “Tonkunst und Bildkunst” seien als “die notwendigsten Organe von Goethes Wesen” zu betrachten. In seinen eigenen Augen hatte er so weit reichende Kenntnisse in der Musik, daß er schon 1790/91 zunächst zusammen mit Reichardt eine “Akustik” und nach der Entfremdung von dem Komponisten zumal in Verbindung mit Zelter eine “Tonlehre” als Gegenstück zu seiner Farbenlehre planen konnte. In diesen theoretischen Umkreis gehört auch der Dur-Moll-Streit zwischen Zelter und Goethe im Jahre 1808. Goethe steht ähnlich wie in der Farbenlehre in Opposition zur dominierenden physikalistischen Theorie. Wie er in der Farbenlehre eine Physiologie und Psychologie des Sehens zu begründen sucht, so in seiner Tonlehre eine Psycho-Physiologie des Hörens, d.h. in der Frage der Tongeschlechter sind für ihn nicht Zahlenverhältnisse maßgebend, sondern ihre unterschiedlichen Wirkungen aufs menschliche Ohr und Gemüt. Als er am 6. Februar 1815 Christian Heinrich Schlosser, einem der engsten Vertrauten auf dem Gebiete der Musiktheorie, seine “tabellarische Behandlung der Tonlehre” schickt, hebt er “die Ähnlichkeit dieser Schematisierung mit dem Schema der Farbenlehre” hervor: “Hier steht das Subjektiv-Organische wieder voraus, das Objektiv-Physische, Mathematische ihm entgegen.” Wie Newtons Optik in Goethes Augen eine Farbenlehre für Blinde ist, da Farben ihr zufolge ja eine vom Auge unabhängige, objektiv dem Licht zugehörende Realität sind, so ist die physikalistische Akustik für ihn gewissermassen eine Tonlehre für Taube. Sind die Farben – als gesehene – im Zusammenhang von Subjekt und Objekt der Gegenstand von Goethes Farbenlehre, so die Töne – als gehörte – im gleichen Zusammenspiel das Thema seiner Tonlehre. …

Nannte Goethe seinen Farbkreis vom Jahre 1809 selbst “Farbenkreis zur Symbolisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens“, so wird so bereits deutlich, dass Goetheanismus als Wissenschaft Welt und Ich niemals trennt2. – Wurde dies 200 Jahre eher als etwas ‘wissenschaftliche Spintisiererei’ eines ansonsten weltweit anerkannten Dichter-Genies abgetan, so erweist es sich vor der konkreten Menschheitsgeschichte als höchste Praxis: Nur eine den Menschen selbst zum Massstab machende Wissenschaft ist in der Lage, eine humane Kultur zu schaffen – nichts sonst.

Goethes menschheitliches Verdienst ist und bleibt, diese Wahrheit in seiner Zeit durchgetragen zu haben wie es unsere heutige Aufgabe ist, uns dieses “menschliche Geistes- und Seelenleben”, das Ich zu erretten – genau: das “transzendentale Selbst” des Novalis -, um die von Goethe benannten Seelenqualitäten überhaupt wieder erleben zu können.

Die Gegenbilder krudesten Darwinismus und ewiger Weltzerstörung sind allgegenwärtig, …

… Goethes heilender Geist3,4 aber eben auch.

Der notierte am 25. Mai 1807 – also mit 57 Jahren – in sein Tagebuch:

Lieben und Hassen, Hoffen und Fürchten sind auch nur differente Zustände unseres trüben Inneren, durch welche der Geist entweder nach der Licht- oder Schattenseite hinsieht [...] Beide Seiten haben ihr Anziehendes und Reizendes, für manche Menschen sogar die traurige mehr als die heitere. Man könnte diese Vergleichung auf eine anmutige Weise noch viel weiter fortsetzen.

So vollendet selbsterkennend schreibt nur einer, der Licht- und Tonwelten in sich zu vollkommener Harmonie zu bringen vermag … 

 

Gunther Thriene


1) Hilmar Dreßler: Goethes Farbe-Ton-Vergleiche in der Gesamtdarstellung, Berlin 2008, eine nützliche Schrift trotz eindeutig minderwertiger Farbdrucke: Goetheforschung ist in Deutschland offensichtlich mittlerweile unter Discounter-Niveau angesiedelt …

2) In der Einführung zu ihrer Anthologie  EIN UNTEILBARES GANZES – Goethe: Kunst und Wissenschaft, Freiburg i.Br. 1997, schreiben Günter Schnitzler und Gottfried Schramm (Hrsg.): “… Während Gelehrte vom Typus Newtons Versuche so aufbauten, daß störende Einflüsse nach Möglichkeit ausgeschaltet wurden, und sie den Experimentator als eine prinzipiell austauschbare Figur begriffen, wandte Goethe sich gegen die Trennung des Objektes vom Subjekt, die für ihn eine unauflösliche Einheit bildeten, und wollte den individuellen Bezug zur Natur und Welt retten. Ein Don Quichotte ist er dabei keineswegs geworden. Der Beitrag (Anm.: von  Manfred Wenzel) bescheinigt ihm eine »genaue Kenntnis des physikalischen Wissensstandes seiner Zeit«. …”

3) Literaturhinweis: FRANK NAGER, Goethe – Der heilkundige Dichter

4) Auch Josef Ackermann studiert Goethe – dank Hans Christoph Binswanger


Grundeinkommen für kriminelle Menschheitsverbrecher!?

 

DIE WELT schreibt am 07.07.2009 unter der Überschrift “Kriminalität: Seit Winnenden 148 Amokdrohungen in Bayern” unter anderem auch …

… Am 24 März ging bei der bayerischen Polizei ein eher seltener Hilferuf ein: Danach hatte ein Lehrer ein Blutbad angekündigt. Der Pädagoge der Waldorfschule in Dachsberg hatte zuvor seinen Job verloren. Die Polizei fahndete nach dem offenkundig gewaltbereiten Mann und nahm ihn fest. …

Brüderlichkeit mit solchen “Kollegen” – nahezu durch die Bank kriminellen Menschheitsverbrechern(!?):

NEIN DANKE!

So – auch Rudolf Steiner damit schon pervers böswillig missinterpretierend – spielt sie den Feinden der Menschlichkeit geradezu in die Hände, denn exorbitante Schuldenpolitik – “dank” bodenloser Naivität – ist letztendlich immer verdeckte Kriegspolitik.


Gunther Thriene

 


 

DIE SCHWARZE SPINNE …

 

An Zeiten, in denen sich die Sieben freien Künste noch gegenseitig forderten und förderten zum Wohle der Menschheit – heute missbraucht solches Ansinnen die Politik in menschheitsverbrecherischer Weise – …

Basler-Kopp: Die Schwarze Spinne

                                                                                                                             … erinnert dieses Bild des Malers Franz Karl Basler-Kopp im Kunstmuseum Luzern.

Der Titel und das Motiv dazu ist die Novelle Jeremias Gotthelf`s DIE SCHWARZE SPINNE aus dem Jahre 1842.

Wenn Politiker von Fordern und Fördern schwadronieren, ist diese schwarze Spinne weltweit allgegenwärtig, denn was – bitteschön – befördert diese Politik!? – Das niederste Arbeits- und Steuersklaventum, – wenns noch ganz hochkommt!

So sieht sich Mitteleuropa seit nunmehr weit über hundert Jahren seinen eigenen kulturellen Verfall und seine Zerstörung fatalistisch an, ohne gegenzusteuern.

Dazu müsste man ja etwas können.

 

Gunther Thriene

 


Zum 20. Juli 1944 …

 

 

Du bist bei mir,

Wenn auch Dein Leib verging,

Und immer ist’s, als ob

Dein Arm mich noch umfing.


Dein Auge strahlt mir zu

Im Wachen und im Traum

Dein Mund neigt sich zu mir,

Dein Flüstern schwingt im Raum:


»Geliebtes Kind! Sei stark,

Sei Erbe mir!

Wo Du auch immer bist,

Ich bin bei Dir!«


Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg

in der Isolations-Sippenhaft im KZ Ravensbrück Herbst/Winter 1944/45, Nachweis hier, Seite 215f.


 


Geschichtslügen …

 

… z.B. mit Bildern, die das Schweizer Fernsehen verbreitet …

Jetzt am 20. Juli 2009 begehen die Deutschen den 65. Jahrestag des Anschlages auf Adolf Hitler durch Claus von Stauffenberg. Das Thema ist also wieder einmal medienpräsent. So auch im Schweizer Fernsehen, das dieses Bild veröffentlichte:


hitler-attenttercarlvonstauffenbergmitseinenkindern_2

Das Bild untertitelt das Schweizer Fernsehen mit “Hitler-Attentäter Carl von Stauffenberg mit seinen Kindern.

Die ewige Sehnsucht nach Schweizer Familie muss da mit einem Bildredaktor durchgegangen sein, denn Claus Phillip Maria Schenk von Stauffenberg , so sein richtiger Name ohne den Grafen-Titel, hatte zwar drei Buben und zwei Meitlis mit seiner Frau Nina, das fünfte Kind, die jüngste Tochter Konstanze, wurde aber erst viele Monate nach seiner Hinrichtung im berliner Bendlerblock in der NS-Sippenhaft geboren.

Exzellente Opus Dei-Geschichtsklitterung … – aber eben nur das – mit allerdings schwärzestmagischer Absicht.


Gunther Thriene