Monatsarchiv für September 2008

 
 

“Karma-Erkenntnis – Warum?”

 

Eher selten noch findet man Literatur zu Selbst- und Schicksalserkenntnis, die erhellend ist und bereinigend wirkt:


“… Von den sieben nachatlantischen Epochen nimmt die griechische Zeit eine Mittelstellung ein. Sie ist die Zeit größter Harmonie zwischen den Wesensgliedern des Menschen. Das Ankommen auf der Erde hat hier seinen Höhepunkt erlangt. Die liebevolle Zuwendung zur künstlerisch-kulturellen Gestaltung findet in vielen Lebensbereichen einen Ausdruck.

Unser heutiger fünfter Kulturzeitraum hat sich von diesem Ideal wieder entfernt und geht neuen geistigen Impulsen entgegen. Der Entfaltung dieser Epochen liegt eine Gesetzmäßigkeit zugrunde, die man bei subtiler Betrachtung bestätigt findet.

Das starke Interesse, welches in weiten Kreisen für die ägyptische Kultur besteht, hat seine Grundlage in der Tatsache, dass in vieler Beziehung in dieser frühen Zeit die Grundlage für unsere heutige Technik und den Materialismus gelegt worden ist. Dem scheint zu widersprechen, dass doch eine ausgedehnte Vorstellung einer jenseitigen Welt bei den Ägyptern vorhanden war. Wenn man die okkulten Riten und Praktiken aus geistiger Anschauung betrachtet, kann aber deutlich werden, dass wir in direkter Spiegelung zur ägyptischen Kultur stehen. Viele gegenwärtige karmische Verwirrungen haben ihr ursächliches Gegenbild in der damaligen Zeit. So genügt es in vielen Fällen nicht, dass man einige dramatische Leben aus den letzten Jahrhunderten kennt, sondern, dass es gelingt, an den wichtigen Knotenpunkt in der Empfindungsseelenentwicklung heranzukommen. Unser heutiges Leiden und die Unfähigkeit, Konflikte lösen zu können, hängt oft mit Fesselungen durch magische Praktiken zusammen. Es sind meistens Gruppen von Menschen, die damals als Täter und Opfer eine okkulte Verbindung unguter Art eingegangen sind. Eine solche Bindung kann in etlichen Inkarnationen weitere karmische Spannungen unbewusst ausgelöst haben. In dem jetzigen Leben ist für viele Menschen der Moment gekommen, in dem diese Ursache wie ein eitriges Geschwür aufbricht und nach Wundbehandlung und Heilung ruft. Deshalb führen die höheren Mächte diese Gruppen wieder zusammen, entweder innerhalb einer Familie oder in Arbeitszusammenhängen. …”


Aus: Heide Oehms, Karma-Erkenntnis – Warum? Innere Entwicklung als Grundlage geistiger Fähigkeiten, Seite 140f.

Sehr viel mehr wert als eine Sigmund Freud-Gesamtausgabe-Schmökerei ist die Lektüre allemal: Das Buch ist auch Resultat eines auch unter Anthroposophen eher sehr selten anzutreffenden ernsthaften Erarbeitens der Schriften und Vorträge Rudolf Steiners. Heide Oehms beschreibt es auch so: An den wirklich wichtigen Wegmarken der eigenen Entwicklung hilft keine “Wir-Gruppenseele” oder gar “Sekte” – und hiesse sie auch AAG und Bewegung. Jahrelang war sie selbst auf der Suche nach Menschen, die ihr weiterhalfen – auch und gerade in diesen Kreisen …

Die Beschreibung dieses Studiums ist eindrücklich, bei Fallbeschreibungen bleibt sie diskret und anonym. Genau da fingen aber meine eigenen Fragen an: Wo und wie unterscheidet man billigeren Mediumismus von wirklicher Karma-Erkenntnis?

Nachtrag 12.10.08: Wen interessiert das? – Es sollte jeden Menschen interessieren in schwarzmagischen Zeiten, in denen um jede auch schon tote Seele kriminell gekämpft wird, um damit ganze Völker an der Nase herum zu führen wie jetzt gerade Österreich am Unfalltod eines bekannteren Politikers* wieder einmal “vorführt”.


Gunther Thriene

 

*) Siehe dazu auch Anm. 3) hier.

 

Über des deutschen Menschen Wurzeln …

 

Oft leben Menschen hier in Mitteleuropa mit und unter uns, deren ganz persönliches Schicksal einem im oberflächlichen Alltagsleben gar nicht bewusst wird:

Was für ein Schicksal hat so ein dunkelhäutiger TATORT-Kommissar, von dem man irgendwie beiläufig erfährt, dass er im Bayerischen gross geworden ist!?

Nach der sog. Wende von 1989 erfuhr der Rechtsradikalismus ganz neue extreme Auswüchse. Regelrechte Progrome und fremdenfeindliche, feige Morde drohten fast wieder Alltag in Deutschland zu werden …

Manchmal aber wird die Wut darüber zu Kraft – und ein Mensch, dem das in bewundernswürdiger Weise gelungen ist, ist Mo Asumang. Aufgeschreckt durch einen rechtsradikalen Liedtext mit Morddrohung, begann sie nach den Ursachen solcher Gewaltgedanken zu suchen:

Was trieb die Nazis damals an, was treibt sie auch heute an? Was macht das, in anderen Menschen ein Feindbild zu sehen, das nur durch Mord scheinbar erleichtert werden kann? Das eigentlich Furchtbare an den Vorgängen in Deutschland nach 1990 ist ja die Tatsache, dass sie uns allen die Unfähigkeit, aus der Geschichte gelernt zu haben, bestätigte.

Deutschland führt gar wieder Krieg? – Was radiert die Traumatisierungen von Stalingrad innert ein, zwei, drei Generationen vollkommen aus?

Mensch, wo ist deine Heimat? Wo ist der Halt?

Das sind ganz persönliche und individuelle Fragen – und “spannend” wird es immer dort, wo Menschen den Mut finden, sie öffentlich zu stellen: Die Gewaltandrohung ist Anlass für Mo Asumang, diese Fragen in ihrem Dokumentarfilm radikal zu stellen: Ihr ghanaesischer Vater, ihre deutsche Mutter: Wie war das damals?

Sie macht sich auf diese Suche nach ihrer Heimat: Nicht nur in Ghana, nicht nur in Deutschland, sondern es tut sich eine geistige Dimension auf, die bisher ihr selbst so unbekannt war.

Und es tut sich auch ein Abgrund auf: Spiritualität kann wie bei den Nazis schwarzmagisch menschheitsverbrecherisch-kriminell mißbraucht werden.

Sie zieht nun von Schule zu Schule – und erzählt:

Ganz  arm dran wären wir in diesem Land ohne sie, ohne Menschen wie sie …


Gunther Thriene


 

Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft …

 

… und ihre Hochschule für Geisteswissenschaft ist die Arbeitsgrundlage der geistigen Welt. – Wenn dann diese geistige Welt schlicht und ergreifend feststellen muss, dass die Hoch-G’Studierten das allererste Wörtchen Allgemein(e) offensichtlich nicht lesen, geschweige denn verstehen könn(t)en, kommt rasch einmal so ein konfuser Quatsch dabei heraus:


Entspricht die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik der Werteordnung unseres Grundgesetzes?


Die geistige Welt lacht …


Gunther Thriene


Wie ich den 3. Weltkrieg verhindere …

 

Ich nehme ….


- eine dank dem Besten, was die Schweiz heute zu bieten hat, dem Schweizer Verleger Thomas Meyer, unter ernsthaften Anthroposophen seit Jahren im Internet bekannte Notiz Rudolf Steiners über “Den Kampf um den russischen Kulturkeim”

- installiere dazu das Beste, was die USA heute zu bieten haben, die Google-Übersetzungsmaschine wie hier rechts unten …

- und sende damit den Text google-mäßig rudimentär übersetzt z.B. an alle Freien Waldorfschulen in Finnland, in Polen, in Tschechien, in Rumänien, in der Ukraine, in Russland – was diese tolle Ami-Technik eben hergibt …

So wird es bekannt, das da EINER war, der vor 90 Jahren die Blutströme des 2. Weltkrieges schon sah – und ungehört(!) – warnte.

Und: ICH weiss, dass – mag ein Buchstabe, ein Wörtchen, ein Satz falsch oder gar nicht oder völlig sinnentstellt übersetzt worden sein – die Menschen dort im osteuropäischen Ländergürtel zwischen Eis- und Mittelmeer es ALLE, ohne Ausnahme, verstehen.

Wenn das kein Wunder ist, was dann …


Ganz einfach, so eine 3. Weltkriegs-Verhinderung, – oder!?


Gunther Thriene

 


“Über die Deutschen …”

 

… bedenkenswertes …


»Deutscher Nationalcharakter.
Zur Nation euch zu bilden, ihr hofft es, Deutsche, vergebens:
Bildet, ihr könnt es, dafür freier zu Menschen euch aus.«

Friedrich Schiller
Sämtliche Werke.
Hrsg. von Gerhard Fricke / Herbert G. Göpfert.
Bd. I: Gedichte / Dramen I. München 1958, S. 267


»Das ist nicht des Deutschen Größe:
Obzusiegen mit dem Schwert,
In das Geisterreich zu dringen
Vorurteile zu besiegen (…)
Männlich mit dem Wahn zu kriegen
Das ist seines Eifers wert.«

Friedrich Schiller (1797)
Sämtliche Werke, Bd. I, S. 475


»Überhaupt ist es mit dem Nationalhaß ein eigenes Ding. – Auf den untersten Stufen der Kultur werden Sie ihn immer am stärksten und am heftigsten finden. Es gibt aber eine Stufe, wo er ganz verschwindet und wo man gewissermaßen über den Nationen steht, und man ein Glück oder ein Wehe seines Nachbarvolkes empfindet, als wäre es dem eigenen begegnet.«

Johann Wolfgang Goethe
Gespräch mit Eckermann vom 14. März 1830
Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche.
Hrsg. von Ernst Beutler.
Bd. XXIV: J. P. Eckermann, Gespräche mit Goethe.
Zürich 1948, S. 733f.


»Deutschland ist nichts, aber jeder einzelne Deutsche ist viel, und doch bilden sich letztere gerade das Umgekehrte ein. Verpflanzt und zerstreut wie die Juden in alle Welt müssen die Deutschen werden, um die Masse des Guten ganz und zum Heile aller Nationen zu entwickeln, das in ihnen liegt.«

Johann Wolfgang Goethe
Gespräch mit Kanzler von Müller vom 14. Dezember 1808
Gedenkausgabe, Bd. XXII: Goethes Gespräche, 1. Teil.
Zürich 1949, S. 527


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